Gehirn von legasthenischen Kindern tickt anders

„Unterschiede in der neuronalen Aktivität könnten Früherkennung verbessern

Kinder mit Legasthenie haben bereits vor dem Beginn des Lesenlernens veränderte Gehirnfunktionen. Zwei Gehirnareale, in denen unter anderem gehörte Worte verarbeitet werden, sind bei diesen Kindern weniger aktiv als normal. Das zeigt, dass diese Veränderungen nicht erst durch die Probleme beim Lesenlernen entstünden, wie zuvor teilweise angenommen. Stattdessen deute alles daraufhin, dass sich die Unterschiede im Verhalten und in der Verarbeitung von Sprache bei diesen Kindern bereits in den ersten Lebensjahren entwickelten.

Möglicherweise seien sie sogar angeboren, berichten US-amerikanische Forscherinnen im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“. Diese Erkenntnis könne dabei helfen, betroffene Kinder früher als bisher zu erkennen und gezielt zu fördern….“

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Man beachte auch die weiteren Artikel zum Thema weiter unten, z.B. das Legasthenie Gen wurde schon 2006 entdeckt, aber bewirkt hat das nichts. AS

siehe auch Tagesspiegel

 

Legasthenie – bessere Therapie dank Früherkennung

13. Januar 2012 Das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie und das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften aus Leipzig entwickeln gemeinsam einen Frühtest zur Diagnose von Legasthenie. Ziel ist es, Legasthenie bereits im Kleinkindalter zu erkennen und dadurch früher und effektiver zu behandeln.    weiter hier

Kritischer Artikel dazu bei Legakids  Frühtest zur Diagnose von Legasthenie – bahnbrechend oder belastend?
„…Anhand der medizinischen Untersuchungen wird letztlich willkürlich eine Grenze zwischen „normal“ und „gestört“ gezogen – die Bandbreite von Normalität kindlicher Voraussetzungen und Entwicklungen wird immer enger gefasst. Dadurch werden immer mehr Kinder mit Diagnosen belastet und stigmatisiert. Statt ihre Möglichkeiten Interessen und Begabungen zu fördern, wird auf ihre vermeintlichen Defizite fokussiert. ….“