Studenten mit Legasthenie: Vom Fehlerteufel besessen

Spiegel online 28.01.2014

Er ist schlau, er studiert, er kann nicht richtig schreiben: Philipp, 25, Legastheniker, hat wie Tausende Studenten in Deutschland eine Lese-Rechtschreib-Störung. Die meisten leiden still, dabei haben sie ein Recht auf Hilfe – auch von den Unis…..  

Im Hochschulrahmengesetz gilt Legasthenie als Behinderung, Betroffene haben wie Blinde, Gehörlose oder psychisch Kranke ein Recht auf Nachteilsausgleich. Voraussetzung ist lediglich ein psychologisches Gutachten, das die Teilleistungsstörung des Studenten bestätigt. Weil Menschen mit Legasthenie beim Lesen länger brauchen, können sie zum Beispiel mehr Zeit für Prüfungen beantragen. Viele Hochschulen bieten auch die Möglichkeit, schriftliche in mündliche Prüfungen zu ändern oder bei Klausuren einen Computer mit Rechtschreibprogramm nutzen zu dürfen. Welchen Nachteilsausgleich man erhält, wird allerdings von Fall zu Fall entschieden. Und: Die Betroffenen müssen sich selbst darum kümmern – das Gespräch mit den Dozenten suchen und die Vereinbarungen für jede Prüfung immer wieder neu treffen….“


Wegweiser Legasthenie und Dyskalkulie

Das Ziel des Deutschen Dachverbandes Legasthenie e.V. (DVLD e.V.) ist es, Menschen mit Schreib-, Lese- oder Rechenschwierigkeiten zu unterstützen, um deren pädagogische, soziale und kulturelle Integration in der Gesellschaft zu fördern und auszubauen.
Der vorliegende Wegweiser soll eine Hilfe für Menschen, welche Schwierigkeiten beim Schreiben, Lesen oder Rechnen haben, und für deren Umfeld sein, damit diese einerseits die umfassende Thematik verstehen und andererseits einen Einblick bekommen, welche Schritte zu tun sind, damit eine individuelle und gezielte Förderung erfolgen kann, die schließlich zum gewünschten Erfolg führt.   hier