Thema Gesundheitskompetenz

  • Überschrift  MOPO 1.7.14   Sind wir zu doof für unseren Arzt?
  • Überschrift Hamburger Abendblatt: Viele Bürger verstehen nicht, was der Arzt sagen will?
  • Überschrift Spiegel online  hier : Umfrage zur Gesundheitskompetenz: Der Patient versteht die Welt nicht mehr
    „Was will der Arzt sagen? Welche Alltagsgewohnheiten machen krank? Laut einer repräsentativen Studie haben viele Deutsche erstaunlich große Probleme, wenn es um Fragen der Gesundheit geht.
    Den Ergebnissen der repräsentativen Umfrage zufolge haben 14,5 Prozent der Befragten eine „unzureichende“ Gesundheitskompetenz. Diese wurde in vier Stufen bewertet und ist bei 45 Prozent der Befragten immerhin als „problematisch“ einzuordnen. Lediglich 33 Prozent zeigten sich als „ausreichend“ kompetent. Und nur bei 7 Prozent der Befragten gilt die Gesundheitskompetenz als ausgezeichnet….“
    Ärztelatein Quiz unten auf der Seite.
  • Studie der AOK    hier      Presseinformation hier

 

Unter dem Schlagwort Gesundheit rechts findet sich einiges in Leichter Sprache zum Thema

  • washabich.de   Auf der Webseite heißt es: „Hier können Sie Ihren ärztlichen Befund kostenlos von Medizinstudenten in eine für Sie leicht verständliche Sprache übersetzen lassen.“
  • Schweiz : Infoblatt Flyer „Wollen Sie Gesundheitsfragen besser verstehen?“
    Der vom Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben und der Allianz Gesundheitskompetenzen entwickelte Flyer richtet sich an Betroffene und kann in Arztpraxen aufgelegt werden.
    Der Flyer ist kostenlos und kann hier bestellt werden.

 

 

 

Fachbuch: Jugendliche mit Schriftsprachdefiziten am Übergang Schule

Jugendliche mit Schriftsprachdefiziten am Übergang Schule – Beruf fördern
Beschreibung

Jugendliche mit geringen Kenntnissen der Schriftsprache gelten als funktionale Analphabeten und haben deshalb Probleme beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Der Leitfaden enthält Handlungshilfen für pädagogische Fachkräfte und betriebliches Ausbildungspersonal am Übergang von Schule zu Beruf, um funktionalen Analphabetismus bei Jugendlichen zu erkennen. Materialien zur Schriftsprachförderung tragen dazu bei, die individuellen Kompetenzen zu verbessern. Das Förderkonzept wurde im Rahmen eines Modellversuchs entwickelt und in der Praxis erprobt.

47 Seiten, Preis: 22,00
W. Bertelsmann Verlag Bielefeld,   www.wbv.de
Schneider, M. (2014)
Band 60

Text in Leichter Sprache: Besuch bei der Frauenärztin

Besuch bei der Frauen-Ärztin.
Fragen und Antworten in leichter Sprache
      hier

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Kurzbeschreibung:
Die Broschüre informiert in leichter Sprache über die Funktionen des weiblichen Körpers und über Verhütung, und bereitet Mädchen und Frauen mit Lernschwierigkeiten angstfrei auf den Besuch bei der Frauenärztin vor. Erscheinungsjahr: 2010, 3. Auflage   http://www.frauengesundheit-wien.at/literatur/broschueren/index.html

Grundbildung – Hessische Blätter für Volksbildung

In dem Heft Grundbildung  2/ 2014   besteht die Möglichkeit zum Download für einzelne  Aufsätze    (4,50-2€)

Inhalt:

  • von Tippelt, Rudolf; Gebrande, Johanna
  • von Grotlüschen, Anke; Riekmann, Wiebke; Buddeberg, Klaus
    Lob des Analphabeten, Enzensberger hier

„Die Modellierung und Etablierung wissenschaftlicher Begriffe bleibt nicht ohne Folgen für die gesellschaftliche Realität. Wie für viele andere ‚Benennungen‘ hat sich in jüngster Zeit auch gegenüber dem Begriff des ‚Funktionalen Analphabetismus‘ eine neue Sensibilität entwickelt. Sie ist u. a. auch auf die verstärkte Rezeption von alternativen Literalitätskonzepten aus dem englischsprachigen Raum zurückzuführen. Der vorliegende Beitrag diskutiert die Frage, inwieweit es angemessen ist, die Problematik unterschiedlicher literaler Praktiken weiterhin in Begrifflichkeiten zu fassen, die ‚(funktionale) Analphabeten‘ eben damit der Gefahr von Stigmatisierung aussetzen. Dem in der Geschichte der Erwachsenenalphabetisierung jeher zentralen Definitionsmerkmal der Teilhabe kommt dabei besondere Beachtung zu.

Aus dem Fazit (S.133 f) „Die referierten Befunde zeigen, dass Menschen, die nicht normgerecht literalisiert sind, sehr wohl am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Sie tun dies in vielen Bereichen in einer Weise, die sich nicht wesentlich von der normgerecht Literalisierten unterscheidet.    …. So wenig wie man Menschen, die sich nicht am Bundestagswahlen beteiligen gerechtfertigter Weise als ‚unpolitisch‘ bezeichnen kann, so wenig sollte man Menschen, die sich nicht an der dominierenden Form der Literalität beteiligen, als'(funktionale) Analphabeten‘ bezeichnen. Es ist also längst an der Zeit, sich im Deutschsprachigen Raum vom Begriff des ‚Funktionalen Analphabetismus“ zu verabschieden und stattdessen wie in der englischsprachigen Forschung mit dem besser geeigneten Begriff der ‚Literalität‘ beziehungsweise dem der ‚Literalitäten‘ (muliliteracies) zu arbeiten. Allein um der Vermeidung der folgenreichen Stigmatisierung willen, erscheint ein solcher Paradigmenwechsel geboten.“

siehe auch Der sogenannte funktionale Analphabetismus – eine sprachkritische Bestandsaufnahme, Sept 2012, Rosenbladt, LegaKids  hier
und Lob des Analphabeten, Enzensberger hier

  • von Mania, Ewelina; Tröster, Monika
  • von Rohling, Steffi; Wolk-Pöhlmann, Dirk
  • Vom Bündnis über die Strategie zur nationalen Dekade – Aktivitäten zur Alphabetisierung von Hubertus, Peter

 

Bundesbildungsministerin Wanka zur „Dekade der Alphabetisierung“

Im Gespräch mit  Professor Josef Schrader vom DIE diskutiert Bundesbildungsministerin Johanna Wanka die Ergebnisse der Studie PIAAC

hier aus der DIE Pressemitteilung  „Johanna Wanka zeigt sich vor allem besorgt darüber, dass 18 Prozent der Erwachsenen beim Lesen nicht über die niedrigste Kompetenzstufe hinauskommen. Die deshalb geplante „Dekade der Alphabetisierung“, die auch von den Verbänden der Weiterbildung gefordert worden war, könnte, so die Ministerin, durch eine „Agentur auf Zeit“ organisiert werden. Im Bereich der Alltagskompetenz sieht sie die Weiterbildungsträger gefordert, „um mit neuen und kreativen“ Ideen und Ansätzen die Lust auf Weiterbildung zu erhöhen“. An die Wissenschaft richtet sie den Appell, die PIAAC-Daten stärker in der Forschung zu nutzen. …“
hier das ganze Interview in der DIE Zeitschrift  für Erwachsenenbildung