Diskussion um Inklusion

  • Deutschland legt sich quer: Bund und Länder widersprechen der Auslegung von inklusiver Bildung durch den UN-Fachausschuss    bildungsklick
  • Schwingende Zeigefinger, verschränkte Arme, struwwelige Haare und hochgekrempelte Ärmel: Inklusion, ein Kommentar von Thomas Meysen    bildungsklick

Inklusive Missverständnisse 2014-3_Inklusion_Grafik

  • Otto Speck, emeritierter Professor für Sonderpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München , in der süddeutsche zeitung  hier

„Das Gesetz zur schulischen Inklusion behinderter Kinder basiert auf Übersetzungs- und Denkfehlern. Wenn Förderschulen abgeschafft werden, überfordert das Kinder und Lehrer. Und es spart kein Geld.
…Die Verabsolutierung des Inklusionsprinzips durch den Bundestag wurde dadurch möglich, dass der englische Terminus „general education system“ fälschlicherweise mit dem deutschen Begriff der „allgemeinen Schulen“ (im Unterschied zu den Förderschulen) gleichgesetzt wurde. „General education system“ entspricht aber eindeutig dem, was wir als „allgemeinbildendes Schulsystem“ (im Unterschied zu berufsbildenden Schulen) verstehen, und zu dem nach deutschem Schulrecht eindeutig auch die Förderschulen gehören. Insofern könnte das deutsche Bildungssystem formal als ein „inklusives“ angesehen werden. …“

  •  Antwort  von  Hans Wocken, Professor für Lernbehindertenpädagogik und Integrationspädagogik in Hamburg 1980 Emeritierung 2008    hier

Die Replik benennt zahlreiche Errata des Artikels, die sowohl von einer unzulänglichen Sachkenntnis zeugen als auch auf recht eigenwillige Textinterpretationen hinweisen.

 

In der Alphabetisierung ist die Diskussion bisher nicht schriftlich geführt worden.  Es erfordert besonderes Fingerspitzengefühl, Menschen mit geistigen Einschränkungen  und Menschen, denen eine geistige Behinderung wegen ihrer Lese-, Schreibschwäche von der Gesellschaft unterstellt wird, in einem Kurs zu unterrichten.  Hier spielt auch wieder die Definition von Legasthenie herein,  (kurz: normale Intelligenz, aber LRS).
In HH gibt es seit 25 Jahren spezielle Kurse  für Menschen mit Behinderungen, dies geschah nach Fortbildungen mit der Lerntherapeutin Christel Manske.  Die Grenzen zwischen Lernbehinderung und geistiger Behinderung sind allerdings fließend, dies wird in einer individuellen Beratung festgestellt.  Wir versuchen immer möglichst homogene Lerngruppen anhand der alpha-Level  und der Motivation der Teilnehmenden herzustellen.   AS

 

Studie zum subjektiven Nutzen lebenslangen Lernens

übernommen von bildungsspiegel.de  hier

Das Outreach–Empowerment-Diversity-Netzwerk (OED) ist darauf fokussiert, Inklusion zu verstärken und die Vielfalt der Weiterbildungsprogramme zu fördern. In diesem Zusammenhang hat das Netzwerk nun konkrete Vorschläge und Empfehlungen veröffentlicht, wie die unterrepräsentierten Gruppen erreicht und durch Lernprozesse gestärkt werden können

Laut einer kürzlich durchgeführten Studie zum subjektiven Nutzen lebenslangen Lernens wirkt sich Erwachsenenbildung auf allen Ebenen positiv aus. Teilnehmerinnen und Teilnehmer fühlen sich glücklicher, gesünder und selbstbewusster. Die Lernenden nehmen stärker am gesellschaftlichen Leben teil, sind toleranter und bessere Eltern. Dieser Nutzen ist bei bildungsbenachteiligten Bevölkerungsgruppen offensichtlicher. Auf Grund dessen fordert das OED-Netzwerk besondere Maßnahmen in diesem Bereich.