Analphabetismus: „Das Thema ist so tabu wie früher Aids“

  • In Bayern leben etwa eine Million Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben kann.
  • Meist weiß nicht mal das nahe Umfeld der Betroffenen von der Lese- und Schreibschwäche, da funktionale Analphabeten meist einen Schulabschluss und einen Job haben.
  • Der Freistaat investierte 2015 und 2016 etwa 1,2 Millionen Euro in Alphabetisierungskurse – doch nur wenige Menschen nehmen die Hilfe in Anspruch.   süddeutsche

iCHANCE Werbespot in Ravensburg

Seit Anfang des Jahres sehen die Besucher der Kinos „Burg“ und „Im Frauentor“ in Ravensburg zu jeder Vorstellung einen Werbespot von iCHANCE. In den kommenden acht Wochen läuft der Spot „Heiratsantrag“ über 250 mal. Der Spot wirbt in Kooperation mit der Diakonischen Bezirksstelle Ravensburg für das dortige „Grundkurs Alphabetisierung“ Angebot. Interessierte aus Ravensburg und Umgebung können sich unter der Telefonnummer 01525 9416139 vertraulich beraten lassen. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit und wünschen dem Kursangebot viel Nachfrage! hier zum Spot

Olympiasieger Hambüchen kämpft gegen Analphabetismus

Er ist neuer Botschafter einer Kampagne der hessischen Landesregierung, mit der Menschen, die nicht lesen und schreiben können, zur Teilnahme an Alphabetisierungskursen bewegt werden sollen.
„Wer nicht lesen oder schreiben kann, muss sich dafür nicht schämen, sondern soll mutig die Chance ergreifen, dies zu erlernen“, sagte Hambüchen. Als Vertreter des Sports, in dem die Schriftsprache in der Regel keine große Rolle spielt, fühle er sich besonders berufen, dafür zu werben. …… Mit Geduld und viel Training habe er dann aber doch noch die Goldmedaille gewonnen. Auch als Erwachsener lesen und schreiben zu lernen, erfordere Mut, hartes Training und viel Disziplin. Dafür wolle er sich einsetzen.   hessenschau

Broschüre „Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in Hessen“   einsehbar unter: Pressemitteilung und Broschüre

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Deutschkurse für Analphabeten

spiegel online „Flüchtlinge sollen Deutsch lernen, klar. Was aber, wenn sie nicht einmal in ihrer eigenen Sprache lesen und schreiben können? Viele Lehrer sind mit den Analphabeten überfordert.
…. Das deutsche Bildungssystem ist schlecht auf diese Neuankömmlinge eingestellt. Mehr als 20 Hochschulen bieten zwar Studiengänge in Deutsch als Fremdsprache an. „Doch die Alphabetisierung spielt fast nirgendwo eine Rolle“, kritisiert Feldmeier.“

Die Wuppertaler Mutmacher 2017

Vom Scheitern und Lesen – Der Wuppertaler Martin Sell war Analphabet und wollte nicht mehr leben. Mit den Buchstaben kehrt die Freude zurück. www.wuppertaler-rundschau.de
„Ich möchte einfach so lesen und schreiben können wie alle anderen die das in der Schule damals gelernt haben. Weil es das Leben leichter macht und man muss sich nicht immer so dumme Sachen anhören warum man das nicht kann.“