Niedrigere Lesekompetenz und Arbeitsmarktteilhabe

Die Ergebnisse des Reading-Components-Projekts der Uni-HH zeigen, dass auch unter den wenig kompetent Lesenden fast 50 Prozent erwerbstätig sind (siehe leo.-Studie). Auch bei den Löhnen zeigen sich eher geringe Unterschiede zwischen Personen, die über ausreichende Lesekompetenzen verfügen, und Personen, die große Schwierigkeiten beim Lesen von Sätzen haben. Jedoch unterscheiden sich diese beiden Gruppen stark in den Tätigkeiten, die sie regelmäßig am Arbeitsplatz ausüben.
Die vorangegangenen Newsletter und die Praxishefte stehen auch weiterhin auf dem Blog zur Verfügung: http://blogs.epb.uni-hamburg.de/rc/

NDR „Norddeutsche Nachrichten in Leichter Sprache“

Lesen ist eine wichtige Voraussetzung zur selbstbestimmten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Für viele Menschen sind aber zum Beispiel Texte von Behörden oder in Verträgen zu kompliziert geschrieben. Und leider gilt das auch für viele Nachrichten. Damit sich das ändert, bietet der NDR „Norddeutsche Nachrichten in Leichter Sprache“ an.

Der NDR veröffentlicht immer freitags online auf NDR.de einen Wochenrückblick mit den sieben Topmeldungen aus dem Norden in Leichter Sprache. Kein Thema ist tabu. Auch komplexe Sachverhalte werden umgesetzt. Die Meldungen sind so aufgebaut, dass auch Menschen mit geringer Lesefähigkeit sie verstehen. Dafür gibt es feste Regeln. Der NDR arbeitet bei seinem bislang einzigartigen Nachrichten-Angebot eng mit der Universität Hildesheim zusammen, die als einzige deutsche Hochschule eine Forschungsstelle zu Leichter Sprache hat. Zu jeder Nachricht gibt es auch eine Fassung zum Anhören.