Mai201706

Kultusministerkonferenz
Die Länder haben in den vergangenen Jahren neue Förderbereiche aufgebaut, um die Schreib- und Lesekompetenz von funktionalen Analphabeten zu verbessern und deren Grundbildung zu fördern. Das ist das Ergebnis eines Abschlussberichts der Nationalen Strategie zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener 2012 – 2016, den die Kultusministerkonferenz verabschiedet hat.

Mit den Fördergeldern konnten Weiterbildungsträger, insbesondere Volkshochschulen, neue Lernangebote entwickeln. Außerdem haben die Länder den Ausbau von Koordinierungsstellen und lokalen Grundbildungszentren vorangetrieben. In diesen Zentren werden Kontakte zu Unternehmen und Vereinen sowie zu Jobcentern und Kommunalverwaltungen geknüpft. Dadurch werden Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben, leichter erreicht.

Dies waren die Ziele, die sich Bund und Länder mit der Nationalen Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung 2012 bis 2016 gesetzt hatten. In dieser Zeit ist es den Ländern gelungen, die Zahl der Lernangebote auszubauen und neue, nachhaltige Strukturen einzurichten.

„Die bisher erreichten Ziele bei der Alphabetisierung zeigen, dass nachhaltige Erfolge bei diesem immer noch sensiblen Thema nur mit einem langen Atem und mit gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Ländern und ihren Partnern erreichbar sind“, erklärte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, Dr. Susanne Eisenmann. Bund und Länder haben deshalb gemeinsam eine Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung 2016 bis 2026 ausgerufen. Zielsetzung dieser Dekade ist es, Erreichtes zu transferieren, zu verstetigen und auszubauen. Die Grundsätze zur Nationalen Dekade beinhalten, dass Netzwerke und Kooperationen verdichtet und neue Initiativen entwickelt werden.

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