Buchtipp: Wolkenatlas

von David Mitchell  wikipedia

Das Buch besteht aus vielen verschiedenen Teilen, die in verschiedenen Zeitabschnitten spielen und in der jeweiligen Sprache abgefasst sind. Ein Teil spielt in der Zukunft, in der die Menschen nach einer Katastrophe z. T. wieder ganz primitiv leben. Dieser Teil ist geschrieben wie gesprochen – also mit sehr vielen Rechtschreibfehlern -ab Seite 321.
Im Film sprechen sie sehr einfachen Slang.

Die Klone in der Zukunft (vor der Katastrophe)  sind so gezüchtet, dass sie nicht lesen und schreiben können.

Es ist interessant, wie schnell man sich daran gewöhnt .  Lustig ist, dass sich bei Amazon Leser über die vielen Rechtschreibfehler beschweren.

Was ist Lesen?

Immer wieder  erstaunlich, besonders der untere Teil und gut verwendbar:

D45 G3HT J4 W1RKL1CH!:

Ehct ksras! Gmäeß eneir Sutide eneir Uvinisterät,ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wort snid, das ezniige was wcthiig ist, das der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiin snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sein, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, weil wir nicht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wort als gzeans enkreenn. Ehct ksras! Das ghet wicklirh! Und dfüar ghneen wir jrhlaeng in die Slhcue

Und als absolute Steigerung dieses hier:
D1353 M1TT31LUNG Z31GT D1R, ZU W3LCH3N GRO554RT1G3N L315TUNG3N UN53R G3H1RN F43H1G 15T! 4M 4NF4NG W4R 35 51CH3R NOCH 5CHW3R, D45 ZU L353N, 483R M1TTL3W31L3 K4NN5T DU D45 W4HR5CH31NL1ICH 5CHON G4NZ GUT L353N, OHN3 D455 35 D1CH W1RKL1CH 4N5TR3NGT. D45 L315T3T D31N G3H1RN M1T 531N3R 3NORM3N L3RNF43HIGKEIT. 8331NDRUCK3ND, OD3R? DU D4RF5T D45 G3RN3 KOP13R3N, W3NN DU 4UCH 4ND3R3 D4M1T 83G315T3RN W1LL5T

Laut-Lese-Tandems

Lese-Methode

In der Schule lesen die Schüler gleichzeitig 3x die Woche je 15 min einen Text  4 mal (6. Klasse ca 250 Wörter).
Ich weiß nicht, ob die Methode auch mit Erwachsenen Erfolg hat. Hat jemand Erfahrung damit?  AS

Heft Deutsch differenziert 4-2012 wird die Methode vorgestellt.

In „Lautlese-Tandems“ üben besser lesende Schüler, genannt „Lesetrainer“, zusammen mit schwächer lesenden Mitschülern, den „Lesesportlern“, Texte laut und synchron zu lesen. Die Schwächeren werden dabei nachweislich besser – einige steigen sogar selbst zu Trainern auf. Schülerinnen und Schüler lernen mit dieser Methode Texte besser lesen und verstehen als wenn sie in der gleichen Zeit normalen Deutsch-Unterricht hätten. .“ aus den Beitrag hr-online hier

Artikel: Wenn das Lesen immer noch stockt   leseforum.ch

Maik Philipp: „Besser lesen im Tandem.“ ppp    hier

Uni Frankfurt  Lautleseverfahren  hier     hier

Synchrones Lesen – Paired Reading  hier

 

 

 

Leseübungsmethoden

  • Online Übungen zur Lesetechnik für fortgeschrittenen Leser hier
  •  siehe auch Lautlese-Tandem hier

Ich denke, diese Methoden kam man auch mit Erwachsenen im Kurs probieren. In der Schule wurde das allerdings z.T.  gemacht, um einzelne unaufmerksame Schüler vorzuführen, also Achtung. AS

  • Lautes Lesen sowie z.B.  Paired Reading sind sehr wichtige Methoden, um die Leseflüssigkeit zu trainieren. Eine weitere Variante das  sogenannte Gap Reading :
  1. Wählen Sie mit Ihrem (Trainings-)Kind oder Schüler einen Text aus, der sie oder ihn interessiert.
  2. Legen Sie den Text so hin, dass Ihr Kind mitlesen kann, und beginnen Sie damit, den Text laut und langsam vorzulesen.
  3. Stoppen Sie an einer Stelle – Ihr Kind soll weiterlesen. Entweder wird nur das jeweils nächste Wort vorgelesen (schwache Leser), der Rest des Satzes oder Absatzes (durchschnittliche Leser) oder bis zu einer Stelle, wo Ihr Kind spontan aufhört und Sie aufgepasst haben müssen und entsprechend wieder übernehmen.
Diese spielartige Form fördert gleichzeitig das (Mit-)Lesen und die Konzentration. Varianten sind natürlich denkbar – auch mit Wetten und Wetteinsätzen, wenn die Eltern oder die Therapeuten nicht innerhalb von ein paar Sekunden weiterlesen, weil sie selbst nicht aufgepasst haben.

LiD: Lesen und Verstehen und Vorleseratgeber in vielen Sprachen

Lesen in Deutschland (LiD)

  • Ein Leitfaden für individuelle Lesebegleitung

Dieses Buch richtet sich an Menschen, die Kinder und Jugendliche beim Lesen begleiten: Eltern, Lesepatinnen und -paten, Studierende, Lehrerinnen und Lehrer, die Anregungen zur individuellen Förderung suchen. Die Autorinnen geben Erfahrungen weiter, die sie in jahrzehntelanger Praxis gesammelt haben: vom Vorschulalter bis zum Ende der Sekundarstufe I.  …   LiD

  • Vorleseratgeber für Eltern mit Kleinkindern in 15 Sprachen   LiD

Informationen und Tipps rund um das Vorlesen stehen unter www.lesestart.de auf Albanisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Türkisch, Ukrainisch und Vietnamesisch zum kostenlosen Download bereit.

  • KonTEXT – Leseförderung für junge Straftäter  LiD
    Studentisches Leseprojekt der Hochschule München

 

 

Lesetests

Es gibt diesen Stolperwörter Lesetest schon länger, er  soll aber hier  als Fundsache nicht fehlen. wikipedia , als pdf  lesetest siegen

Kostenlose Lesetests online nach der Methode Stolperwörter in drei Stufen leicht mittelschwer schwer. Sollte man auf jeden Fall mal ausprobierten!! hier bei Schulkreis.de

Lesetest für Fortgeschrittene  hier

Leseanlässe aus dem Alltag:  Stadtreinigung  Hamburg und München hier

Bibliotheken – (nicht) Nutzung

Bei dieser Gelegenheit: Wenn möglich mindestens 1 x im Semester mit dem Alphakurs in eine Bibliothek gehen.   AS

  • Stiftung Lesen: „Warum nutzen viele Jugendliche und Erwachsene keine öffentliche Stadt- oder Gemeindebibliothek (mehr)? Welche Möglichkeiten gibt es, sie (zurück-) zugewinnen? Diese Fragestellungen untersucht die Studie des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) und des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen mit Förderung des Bundesbeauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien.
    Für die Untersuchung wurden 1.300 Personen zwischen 14 und 75 Jahren befragt. Die Studie zeigt, dass sich öffentliche Stadt- und Gemeindebibliotheken im digitalen Zeitalter behaupten: Mit 29 Prozent der über 14-Jährigen nutzen heute trotz digitalem Medienwandel ebenso viele Menschen die Angebote öffentlicher Bibliotheken wie bei der ersten bundesweiten Nutzerstudie 1996.   “ hier mehr bei  Stiftung lesen
  • Lesen lieben lernen – Alphabetisierungsarbeit in Bibliotheken, Goethe-Institut   hier
  • Bibliotheken und Alphabetisierung, Bibliotheksportal  hier
  • IFLA-Leifaden
    Die „Literacy and Reading Section“ der IFLA hat einen Leitfaden erarbeitet, in dem praktische Ratschläge und Hinweise zur Durchführung von  Alphabetisierungsprojekten in Bibliotheken zu finden sind: IFLA
  • Köln hier  ,  Zum Lesenlernen in die Bücherei, Kölner Stadtanzeiger hier

Legasthenie: Kinder lernen leichter Lesen durch größeren Buchstabenabstand

Dasselbe gilt bestimmt für Erwachsene. Man muss nur die Formatierung ändern. AS

Der ganze Artikel  bei TheEpchTimes hier

„Washington – Eine simple Maßnahme erleichtert Kindern mit Legasthenie das Lesen: Wenn die Buchstaben eines Textes weiter auseinander stehen als im Normalfall. Diese einfache Anpassung in der Textformatierung genügt bereits, damit Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche schneller und fehlerfreier lesen als zuvor. Das hat ein internationales Forscherteam in Tests mit italienischen und französischen Kindern festgestellt. Offenbar verhindere der besonders große Buchstabenabstand, dass die Legastheniker durch die benachbarten Lettern abgelenkt und in ihrer Worterkennung gestört werden. Diese einfache Anpassung könne daher entscheidend dazu beitragen, den Kindern beim Lesen zu helfen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (doi:10.1073/pnas.1205566109)….“

Hier bei healthnewsnet

Deutsche schätzen sich als gute Leser ein

n-tv   3.4.12  Umfrage

….. Mit sich selbst gehen viele Deutsche weniger hart ins Gericht als mit den Parteien. In der vergangenen Woche wurden die Teilnehmer gefragt, wie sie ihre eigenen Fähigkeiten in bestimmten Bereichen einschätzen. Abgefragt wurden Lese- und Schreibkompetenz, die Beherrschung von Fremdsprachen sowie Schwimmen und Radfahren. In allen Bereichen gab eine Mehrheit an, die genannten Fähigkeiten sehr gut bis gut zu beherrschen. Große Unterschiede gibt es hier zwischen den Altersgruppen und vor allem zwischen den Bildungsschichten.

Beim Lesen sind 89 Prozent der Deutschen der Meinung, dies sehr gut oder gut zu beherrschen. Nur 9 Prozent hielten ihre Lesefähigkeit für mittelmäßig, 1 Prozent gab an, schlecht oder gar nicht lesen zu können. Ähnlich verhält es sich mit dem Schreiben: 84 Prozent meinen, sehr gut bis gut schreiben zu können, 20 Prozent immerhin mittelmäßig. Wiederum 1 Prozent kann nach eigener Einschätzung nur schlecht oder gar nicht schreiben. Das deckt sich nicht mit Zahlen, die die Universität Hamburg nach einer Lesestudie 2011 veröffentlichte („Level-One-Studie“). Laut dieser Zahlen gibt es in Deutschland schätzungsweise 4 Prozent Analphabeten und weitere 10 Prozent funktionale Analphabeten – also Menschen, die zwar Lesen und Schreiben gelernt, aber einfachste Sätze beim Lesen nicht verstehen oder aufschreiben können.

Die Selbsteinschätzungen variieren je nach Geschlecht, Alter und Bildungsstand. Unter den 18- bis 29-Jährigen lag der Anteil derer, die ihre Lesekompetenz für schlecht oder nicht vorhanden einschätzten, bei 0 Prozent. Unter den Hauptschulabsolventen halten 17 beziehungsweise 21 Prozent ihr Können im Lesen und Schreiben für nur mittelmäßig. Es sind eher die Männer, die in beiden Bereichen kritisch mit sich sind: 14 Prozent glauben, mittelmäßig lesen, 20 Prozent, mittelmäßig schreiben zu können. Bei den Frauen sind es dagegen nur 5 beziehungsweise 11 Prozent.

Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Radfahren

Umgekehrt sieht es beim Radfahren aus. 12 Prozent der Frauen gaben an, es nur schlecht oder überhaupt nicht zu können. Unter den Älteren (60 Jahre und älter) ist es insgesamt jeder fünfte. Unter den Jungen (18 bis 29 Jahre) finden sich die meisten, die meinen, gut oder sehr gut Rad fahren zu können. Erstaunlicherweise steigt hier die Selbsteinschätzung mit dem formalen Bildungsabschluss. Mehr Abiturienten und Studierte können Rad fahren als Menschen mit mittlerem Abschluss oder Hauptschule.

Am stärksten zeigen sich die Unterschiede zwischen den Bildungsabschlüssen bei den Fremdsprachen. Insgesamt geben 37 Prozent an, eine Fremdsprache sehr gut bis gut zu beherrschen, weitere 36 Prozent immerhin mittelmäßig. 27 Prozent dagegen sprechen eine andere Sprache nur schlecht oder gar nicht. Bei den Hauptschulabsolventen sind es aber 61 Prozent, die keine Fremdsprache können, bei den Menschen mit Abitur und Studium dagegen 55 Prozent mit „sehr gut“ und 34 Prozent mittelmäßig.
Glaubt man der Selbsteinschätzung der Befragten, ist das Lesen die Fähigkeit, die sich insgesamt die meisten Menschen zutrauen – 89 Prozent. Mit Fremdsprachen dagegen stehen viele Deutsche auf Kriegsfuß, nur 37 Prozent halten sich für gute oder sehr gute Sprecher. Tendenziell trauen sich jüngere Menschen in all diesen Bereichen mehr zu als ältere

Deutsch-Lerner.Blog

Tipp von Teachers News

Das deutsch-lerner.blog richtet sich  an Deutschlerner in aller Welt.
Für  Deutschlehrende bietet es zahllose Texte, Videos und Audiodateien zum Deutsch Lesen, Sehen und hören. Viele Übungseinheiten werden ergänzt durch Wortschatzhilfen und Arbeitsblättern.

Etwas unübersichtlich diese Seite, aber man kann ja stöbern! AS

 

 

Regen E-Books zum Lesen an?

Fazit  einer aktuellen Studie der Stiftung Lesen. „Durch E-Books werden Bücher für Schüler attraktiver“

„Die Studie des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen untersucht das Potenzial von E-Readern in der Leseförderung und die Attraktivität eines elektronischen Leseangebots gegenüber herkömmlichen Büchern. Im Rahmen der Untersuchung erhielten sechste Klassen von Gesamtschulen im Rhein-Main-Gebiet jeweils eine Bibliothek von rund 90 Titeln entweder als reine Print-Ausgaben, als E-Books oder in beiden Produkt-Formen. Eine weitere Klasse diente als Vergleichsgruppe und erhielt keine zusätzlichen Lese-Anreize. Das Angebot stand zur freien Nutzung zur Verfügung und war nicht in den Unterricht einbezogen.

Die Studie beobachtete die Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen vom Lesen, ihren Umgang mit den Leseanreizen und ihr Lese- und Medienverhalten. Die zentralen Ergebnisse:

  • E-Reader und E-Books bewirken eine große Anfangsbegeisterung: Sie werden Gesprächsthema auf dem Pausenhof.
  • Darüber hinaus verändern elektronische Bücher das Image vom Lesen: Das von lesefernen Jugendlichen als altmodisch bezeichnete Medium Buch erscheint auf dem E-Reader als moderne und damit attraktivere Alternative.
  • Zudem wurden E-Book-Titel vier Mal häufiger heruntergeladen als die identischen Texte in Printform ausgeliehen. 
  • Besonders bemerkenswert ist es nach Auskunft der Autoren, dass die Schüler bei E-Readern andere Auswahlstrategien anwenden als am Bücherregal: Insbesondere umfangreiche Bücher werden digital häufiger heruntergeladen als in Printform ausgeliehen. Die Hemmschwelle, die ein dicker Umfang insbesondere für Ungeübte bedeutet, wird gesenkt – lange Texte erscheinen digital besser beherrschbar.

„E-Books besitzen ganz offensichtlich ein großes Potenzial, um leseferne Kinder und Jugendliche zu motivieren“, erklärt Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, das Fazit der Studie, die von arvato unterstützt wurde. „Um dieses Potenzial zu nutzen und die Anfangsbegeisterung in ein nachhaltiges Lese-Interesse zu verwandeln, müssen entsprechende niederschwellige und gut erreichbare Angebote geschaffen werden, die spannenden Lesestoff für Kinder und Jugendliche in allen Varianten bereit halten – digital und in Printform.“

Weitere Informationen und Download der Studie: www.stiftunglesen.de/ereaderstudie