Methode Lesen durch Schreiben in der Diskussion

  • “Es ist fachlich Blödsinn, nur noch den Fibelunterricht zuzulassen”: Streit um die Rechtschreibung spitzt sich zu (sagt Grundschulforscher Jörg Ramseger) 4teachers

  • Zweifel an der Studie www.news4teachers.de
  • Haubtsache schraibän!   FAZ

  • Kommentar von Andrej Priboschek, siehe Praxis und auch die Kommentare www.news4teachers.de
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Verschiedene Arten von Legasthenie

Für Praktiker auch in der Alphabetisierung von Erwachsenen keine Neuigkeit! AS

Übernommen von  www.scinexx.de  Probleme beim Lesen und Rechtschreiben können unabhängig voneinander vorkommen. …
„Im Schnitt ein bis zwei Kinder pro Schulklasse leiden heute unter einer Legasthenie – einer Lese-Rechtschreibschwäche. Betroffene Kinder haben Probleme, Texte zu lesen und zu schreiben, aber auch beim visuellen Erkennen von Symbolen und dem Hören und Verstehen von Sprache. Studien zeigen zudem Unterschiede in der Reizverarbeitung des Gehirns und Genveränderungen bei Legasthenikern.“

Legasthenie und Dyskalkulie: An den Rand gedrängt

 – warum Teilleistungsstörungen zu wenig Beachtung finden

www.news4teachers.de“ Um das Thema Rechtschreibung wird eine aufgeregte politische Debatte geführt. Ist „Schreiben wie Hören“ verantwortlich für den Absturz der Leistungen von Dritt- und Viertklässlern, den aktuell VERA und die IQB-Studie dokumentieren? Die Diskussion drängt ein Thema in den Hintergrund, das ohnehin deutlich mehr Aufmerksamkeit bedürfte: Teilleistungsstörungen, also vor allem Legasthenie und Dyskalkulie. Der vorliegende Beitrag ist zunächst in der Zeitschrift “Grundschule” mit dem entsprechenden Themenschwerpunkt erschienen.“

Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

Legasthenie: Die Mär vom defizitären Gehirn, siehe auch besonders die Kommentare  alphaProf
Die Pressemitteilung zur Studie wurde im März mit dem idw-Preis für Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet.

idw  Lesen ist eine derart junge kulturelle Errungenschaft, dass im Gehirn noch kein eigener Platz für sie vorgesehen ist. Während wir lesen lernen, werden daher Hirnregionen umfunktioniert, die bis dahin für andere Fähigkeiten genutzt wurden. Wissenschaftler der Max-Planck-Institute in Nijmegen und Leipzig haben herausgefunden, dass sich das Gehirn dabei so grundlegend verändert, dass sich selbst evolutionär sehr alte, tiefverborgene Strukturen an die neue Herausforderung anpassen. Zu diesen Erkenntnissen gelangte das Team anhand einer großangelegten Studie in Indien, in der Analphabetinnen sechs Monate lang lesen und schreiben lernten. …

Die erstaunlichen Lernerfolge der Studienteilnehmer sind nicht nur ein hoffungsvolles Signal an erwachsene Analphabeten. Sie werfen auch ein neues Licht auf mögliche Ursachen der Lese-Rechtschreib-Störung (LRS). Bisher wurden Fehlfunktionen des Thalamus als eine mögliche angeborene Ursache der LRS diskutiert, die zu grundlegenden Defiziten in der visuellen Aufmerksamkeit führen könnten. „Da wir nun wissen, dass sich der Thalamus bereits nach wenigen Monaten Lesetrainings so grundlegend verändern kann, muss diese Hypothese neu hinterfragt werden“, so Skeide.
Text: Learning to read alters cortico-subcortical cross-talk in the visual system of illiterates Skeide et.al._literady_brain-findings_2017

siehe auch Frankfurter Allgemeine

siehe auch alpha-fundsachen

Lese-, Rechtschreib- und/oder Rechenstörungen besser erkennen

Lernstörungen bei Kindern: Forschungsergebnisse für die Praxis aufbereitet  DIPF

Eine neue, frei verfügbare Broschüre soll dazu beitragen, Kinder mit Lese-, Rechtschreib- und/oder Rechenstörungen besser erkennen und unterstützen zu können. Sie zieht eine Zwischenbilanz des seit 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsschwerpunkts „Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten“. Die Ergebnisse der beteiligten Projekte – darunter viele Förderprogramme und empirisch überprüfte Diagnoseverfahren – werden knapp und verständlich dargelegt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Nutzungsmöglichkeiten für Kitas, Schulen und Eltern.

Legasthenie bei Kindern

Lese- Rechtschreibschwäche: App zur Legasthenie-Früherkennung, Hallo Niedersachsen (nach 10 min) ndr

Stand zur Studie MusVis . Zur Zeit werden nur noch Kinder im Alter von 8-12 Jahren mit einer festgestellten Lese-/Rechtschreibstörung für die Teilnahme gesucht!  Anmeldung zur Studie

siehe auch hier

Videospiele und Legasthenie

„Helfen Videospiele bei Legasthenie? Computerspiele trainieren visuelle Aufmerksamkeit und Lesevermögen“  www.scinexx.de

„Gaming gegen die Lese-Rechtschreibschwäche? Wer regelmäßig actionbasierte Computerspiele spielt, fördert damit offenbar auch die eigene Lesekompetenz. Versuche zeigen: Gamer können visuelle Informationen wie Buchstaben besser erfassen und sind Nicht-Gamern in Lesetests überlegen. Womöglich könnte das Videospielen daher auch Legasthenikern helfen, so das Fazit der Forscher. … auf Grundlage dieser Erkenntnisse (wollen sie) langfristig spezielle Spielprogramme für Menschen mit der Lese-Rechtschreibstörung entwickeln.“

Nachteilsausgleich bei Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS, Legasthenie)

„Wenn ein Kind gravierende Schwierigkeiten beim Lesen und/oder Schreiben hat, kann es sinnvoll sein, bei der Bewertung der Leistungen einen Nachteilsausgleich und/oder Notenschutz anzustreben. Je nach Bundesland gibt es verschiedene Maßnahmen, die sich in Art und Ausmaß unterscheiden. Wir erklären, welche Regelungen es gibt und worauf es beim Nachteilsausgleich und Notenschutz ankommt….“ übernommen von LegaKids

Es gibt auch Nachteilsausgleich im Ausbildungsbereich. hier
und siehe auch hier

Vorbilder mit Legasthenie

youtube  „Die Video Reihe “Vorbilder mit Legasthenie und Dyskalkulie“ wird von der JA-Gruppe des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) produziert. Im ersten Video wird der Schirmherr der Reihe Professor Doktor Tiemo Grimm mit seiner Geschichte und seinen Erfolgsfaktoren vorgestellt. Ziel der Videoreihe ist es, den Zuschauern erfolgreiche Vorbilder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie zu präsentieren.“

Königliche Rechtschreibschwäche

„Für manchen mag es erleichternd sein zu hören, dass auch Adelige nur Menschen mit ganz normalen Problemen sind. Prinz Carl Philip und seine Schwester Victoria von Schweden etwa haben eine Lese- und Rechtschreibschwäche, genau wie ihr Vater, König Carl Gustaf. “ süddeutsche

ZEIT 42 Recht­schreib­blo­cka­de

„Wie ler­nen Schü­ler kor­rekt schrei­ben? Dar­über wird viel ge­strit­ten, oft mit Wut und we­nig Ah­nung. Zeit für ein paar Fak­ten.“ Zeit 42,    ZEIT online

„Wenn in Deutschland über Rechtschreibung diskutiert wird, geht es meist um die Arbeit von Erika Brinkmann und Hans Brügelmann, der neben ihr am Tisch sitzt. Vor fast 35 Jahren hat Brügelmann, ebenfalls emeritierter Professor für Grundschuldidaktik, ein Buch mit dem Titel Kinder auf dem Weg zur Schrift geschrieben. Es gilt als das Werk, das Deutschlands umstrittenster Unterrichtsmethode zum Durchbruch verhalf: dem Schreiben nach Gehör.“

Ursache für Legasthenie könnte in den Augen liegen

übernommen von Deutschlandfunk: „Die Gründe für Legasthenie sind noch nicht vollständig erforscht. Wissenschaftler der Universität Rennes in Frankreich haben als eine mögliche Ursache die lichtverarbeitenden Zellen im Auge ausgemacht. In einem Fachmagazin schreiben sie, dass die Zellen bei Legasthenikern symmetrisch angeordnet sind. Das könne zu gespiegelten Bildern im Gehirn führen, die das Lesen behindern. Bei Menschen ohne die Lese-Rechtschreib-Störung sind die Lichtzellen dagegen asymmetrisch angeordnet. Dadurch werden die gespiegelten Bilder gelöscht. …“
siehe auch Augsburger Allgemeine

Nobelpreis trotz Legasthenie

Nobelpreisträger Jacques Dubochet hatte immer Mühe mit der Sprache. Logopädin Bérénice Wisard ist dennoch nicht überrascht, dass er höchste akademische Ehren erhielt.
Nobelpreise bekommen doch nur die klügsten Köpfe der Welt und nicht solche, die sich einst durch die Schule haben kämpfen müssen. Aber offenbar ist eine ausgeprägte Lese- und Rechtschreib-Schwäche, wie sie auch bei Dubochet im Alter von 13 Jahren diagnostiziert worden ist, kein Hindernis, um am Ende der Karriere die höchsten akademischen Ehren zu erhalten. www.aargauerzeitung.ch  
NZZ       LegaKids