In der ZEIT hier geht der Frage nach „Warum gibt es gute Leser und warum schlechte? Über das Lesenlernen weiß die Wissenschaft bisher wenig“. Das untersucht das Projekt REad vom MPI für Bildungsforschung “ ….
„Die Gruppe der schwachen Leser unter den Schülern macht in allen europäischen Ländern etwa zwanzig Prozent aus. Wir wollen zunächst herausfinden, welche mentalen Prozesse dafür verantwortlich sind“, sagt Sascha Schroeder. Auf einer besseren Datengrundlage – so die Erwartung – lassen sich dann passgenauere Trainingsmaßnahmen entwickeln, die effektiv sind, ohne die Kinder zu überlasten.
Dafür muss eine Fülle von Einzelfragen beantwortet werden: Welche individuellen Unterschiede zeigen sich auf den verschiedenen Alters- und Entwicklungsstufen? Bis wann stellt die Länge der Wörter eine Hürde dar? Wann gelangen Kinder vom Entziffern einzelner Buchstaben zur Erfassung von Silben, grammatischen Endungen und Wörtern? Und wie schaffen sie es schließlich, zum Sinn ganzer Sätze und Texte vorzustoßen? Die Art der Augenbewegungen und die Lesegeschwindigkeit verraten viel darüber, wie diese komplizierten Prozesse ablaufen. Die Probanden lesen nicht nur Texte, sondern auch Listen mit „Quatschwörtern“ wie Gutsark, elmänken oder gollig. Damit wollen die Wissenschaftler feststellen, wie gut die Kinder Buchstabenreihen entschlüsseln, bei denen sich kein Sinn erraten lässt. Andere Tests blenden während des Lesens falsch geschriebene Wörter ein (Gaist statt Geist, Bnad statt Band). Sie zeigen, ob Kinder Buchstaben noch Schritt für Schritt in Laute übersetzen müssen, um sich zum Wort und seiner Bedeutung vorzuarbeiten. Oder ob sie diese Stufe schon weitgehend überspringen können. Dann nämlich reicht auch eine fehlerhafte Schreibweise aus, um das im Kopf gespeicherte Wortwissen abzurufen. ….“
Schlagwort: Forschung
Forschungsprojekt : Diabetes einfach schulen
Diabetes einfach schulen Forschungsprojekt SITD hier mehr
Für Menschen mit geringen Lese- und Schreibkompetenzen ist es schwierig an den Schulungen bei Diabetes teilzunehmen,
deswegen gibt es dieses Projekt am UKE HH.
Eine Verstetigung des Projekts sowie eine Weiterentwicklung der Website mit Ausweitung des Angebots wird angestrebt.
| Förderer | Bundesministerium für Bildung und Forschung | |
| Laufzeit | Januar 2012 bis Juli 2014 | |
| Partner | AOK Nordost, Bundesverband Alphabetisierung e.V. | |
| Ansprechpartner | Claudia Mews |
Grundbildung – Hessische Blätter für Volksbildung
In dem Heft Grundbildung 2/ 2014 besteht die Möglichkeit zum Download für einzelne Aufsätze (4,50-2€)
Inhalt:
- von Tippelt, Rudolf; Gebrande, Johanna
- von Grotlüschen, Anke; Riekmann, Wiebke; Buddeberg, Klaus
Lob des Analphabeten, Enzensberger hier
- von Steuten, Ulrich, hier der Aufsatz als download Literalität und Stigma
„Die Modellierung und Etablierung wissenschaftlicher Begriffe bleibt nicht ohne Folgen für die gesellschaftliche Realität. Wie für viele andere ‚Benennungen‘ hat sich in jüngster Zeit auch gegenüber dem Begriff des ‚Funktionalen Analphabetismus‘ eine neue Sensibilität entwickelt. Sie ist u. a. auch auf die verstärkte Rezeption von alternativen Literalitätskonzepten aus dem englischsprachigen Raum zurückzuführen. Der vorliegende Beitrag diskutiert die Frage, inwieweit es angemessen ist, die Problematik unterschiedlicher literaler Praktiken weiterhin in Begrifflichkeiten zu fassen, die ‚(funktionale) Analphabeten‘ eben damit der Gefahr von Stigmatisierung aussetzen. Dem in der Geschichte der Erwachsenenalphabetisierung jeher zentralen Definitionsmerkmal der Teilhabe kommt dabei besondere Beachtung zu.“
Aus dem Fazit (S.133 f) „Die referierten Befunde zeigen, dass Menschen, die nicht normgerecht literalisiert sind, sehr wohl am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Sie tun dies in vielen Bereichen in einer Weise, die sich nicht wesentlich von der normgerecht Literalisierten unterscheidet. …. So wenig wie man Menschen, die sich nicht am Bundestagswahlen beteiligen gerechtfertigter Weise als ‚unpolitisch‘ bezeichnen kann, so wenig sollte man Menschen, die sich nicht an der dominierenden Form der Literalität beteiligen, als'(funktionale) Analphabeten‘ bezeichnen. Es ist also längst an der Zeit, sich im Deutschsprachigen Raum vom Begriff des ‚Funktionalen Analphabetismus“ zu verabschieden und stattdessen wie in der englischsprachigen Forschung mit dem besser geeigneten Begriff der ‚Literalität‘ beziehungsweise dem der ‚Literalitäten‘ (muliliteracies) zu arbeiten. Allein um der Vermeidung der folgenreichen Stigmatisierung willen, erscheint ein solcher Paradigmenwechsel geboten.“
siehe auch Der sogenannte funktionale Analphabetismus – eine sprachkritische Bestandsaufnahme, Sept 2012, Rosenbladt, LegaKids hier
und Lob des Analphabeten, Enzensberger hier
- von Mania, Ewelina; Tröster, Monika
- von Rohling, Steffi; Wolk-Pöhlmann, Dirk
- Vom Bündnis über die Strategie zur nationalen Dekade – Aktivitäten zur Alphabetisierung von Hubertus, Peter
Förderschüler erzielen bessere Leistungen in Regelschulen
Dazu ist vielleicht interessant, dass ca. 50% der Teilnehmenden in den Lese- und Schreibkursen an der VHS-Hamburg ehemalige Förderschüler sind.
Hier Zitate aus dem Artikel: Studie zu Inklusion Förderschüler in Regelschulen erzielen bessere Leistungen
„Dies hat das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) festgestellt, die Forschungsstelle der Kultusminister. Die Autoren haben dazu bundesweite Leistungsvergleiche von Viertklässlern erneut ausgewertet. …
Für die IQB-Tests in Mathematik und Lesen wurden Kinder an regulären Schulen wie auch Förderschulen geprüft – und eben Schüler, die trotz eines festgestellten Sonderpädagogischen Förderbedarfs (SPF) in einer inklusiven Klasse sitzen. Kinder mit der Diagnose zeigen oft massive Verhaltensauffälligkeiten, Sprachdefizite oder Lernprobleme.
Das Ergebnis der Analyse: Kinder mit einem SPF in Regelschulen haben einen deutlichen Vorsprung gegenüber ihren Altersgenossen, die in Förderschulen verblieben sind – im Durchschnitt etwa ein halbes Schuljahr. Bei weiteren Tests, in denen Kinder Gesprächen zuhören und diese verstehen mussten, liegen die Inklusionsschüler mit ihren Leistungen gar ein ganzes Jahr vorne.
Unterschiede gibt es allerdings bei der Art des Förderbedarfs: Bei Lernbehinderten war der Vorsprung noch größer, bei Sprachbehinderten dagegen deutlich geringer….“
Zeitschrift Leseräume
Die erste Ausgabe der neuen deutschdidaktischen Internetzeitschrift „Leseräume – Zeitschrift für Literalität in Schule und Forschung“ ist erschienen.
„Leseräume“ versteht sich als Zeitschrift für didaktische Forschung und Reflexion. Sie wendet sich dem Themenkomplex „Literalität“ aus wissenschaftlicher und unterrichtlicher Sicht zu. Die Grundlage bildet ein umfassender Begriff von Literalität, der Bedingungen der sich wandelnden Medienkultur mit einschließt. Die Zeitschrift will Veränderungen der literalen Kulturen und der gesellschaftlichen Kommunikationsprozesse in allen ihren medialen Realisierungen thematisieren und dabei sowohl theoretischen Reflexionen als auch empirischen Untersuchungen Raum geben. Wie im Untertitel „Literalität in Schule und Forschung“ zum Ausdruck gebracht, ist es Ziel der Zeitschrift, zum Dialog von Forschung und Unterricht beizutragen.
Das thematische Spektrum soll alle Bereiche des sprachlichen, literarischen und medialen Lernens und Lehrens umfassen. Die Zeitschrift richtet sich gleichermaßen an Hochschullehrende, Studierende, Fachleitende und an Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten.
Die Ausgaben erscheinen ein- bis zweimal jährlich ausschließlich in digitaler Form; die einzelnen Beiträge können kostenfrei als PDF-Dateien heruntergeladen werden. Die erste Ausgabe (2014/1) ist ab sofort verfügbar unter: www.leseräume.de. Unter dem Titel „Lese- und Medienkulturen“ sind hier Beiträge versammelt von Andrea Bertschi-Kaufmann, Iris Kruse, Marina Papadimitriou und Cornelia Rosebrock, Bernhard Rank, Birgit Schlachter sowie Jens Thiele. (übernommen aus dem Newsletter der dgls)
Es geht hier im Wesentlichen um Kinder- und Jugend (Medien)literatur.
Funktionale Analphabeten können sich beruflich qualifizieren
Zeitschrift Empirische Sonderpädagogik: 2013-3 hier
SCHWERPUNKTTHEMA: ALPHABETISIERUNG UND GRUNDBILDUNG
GASTHERAUSGEBER: MICHAEL GROSCHE UND JOACHIM SCHROEDER
Editorial
Michael Grosche & Joachim Schroeder
Beitrag als PDF
Erwerbskarrieren und funktionaler Analphabetismus. Die Bedeutung von Literalität in Erwerbskarrieren von Teilnehmenden an Lese- und Schreibkursen
Marc Thielen
Zusammmenfassung | Abstract |
Beitrag als PDF
Wortspezifische Lesetrainingseffekte bei gleichzeitig ausbleibendem Lerntransfer. Analyse eines computergestützten Lesetrainings bei Förderbedarf im Lernen
Michael Grosche, Anna-Maria Hintz & Andreas Hölz
Zusammmenfassung | Abstract |
Beitrag als PDF
Evaluation eines neuen Trainingsprogramms zur Verbesserung der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten funktionaler Analphabeten
Jascha Rüsseler, Melanie Boltzmann, Klaus Menkhaus & Annegret Aulbert-Siepelmeyer
Zusammmenfassung | Abstract |
Beitrag als PDF
Stand und Perspektiven der empirischen Alphabetisierungsforschung: Diskussion der Beiträge des Themenhefts
Michael Grosche & Joachim Schroeder
Zusammmenfassung | Abstract |
Beitrag als PDF
Legasthenie? Dyskalkulie? Nicht der Kopf der Kinder ist das Problem
Hochinteressantes Interview bei LegaKids hier
Tests werden kritisch beleuchtet, ebenso dass Legasthenie den Behinderten-Status bekommen soll.
Siehe dazu auch das Buch Band 5 Legasthenie vom dgls hier
„Unbeirrt von wissenschaftlich fundierten Argumenten wird weiter behauptet, Legasthenie und Dyskalkulie seien eine Störung oder Krankheit. Kinder haben oft Schwierigkeiten mit dem Lesen und Rechnen, ja, aber müssen sie deshalb gleich gestört sein? Grundlage für die irrige „Krankheits-Annahme“ bilden immer die Durchschnittswerte z.B. der Leseleistung wie des sogenannten IQ-Wertes. Letztlich wird dadurch die Willkürlichkeit der Diagnose deutlich – den Kindern wird das nicht gerecht. Förderung ist gefragt, nicht eine weitere Stigmatisierung und Pathologisierung der Kinder.
Interview zu dieser Thematik mit Prof. Wolfram Meyerhöfer von der Universität Paderborn…
Thema Schule – Nachteilsausgleich – Finanzierung Auszug:
„Eltern kommen in lerntherapeutische Praxen und fragen, ob sie mit ihrem Kind zum Kinder- und Jugendpsychiater gehen sollen, um eine Legasthenie festzustellen. Hintergrund ist, dass eine fachärztliche Bescheinigung Voraussetzung dafür ist, dem Kind in der Schule einen Nachteilsausgleich zu gewähren.
Das weist darauf hin, dass die Begriffe Rechenschwäche und Legasthenie nicht vorrangig dazu da sind, um die damit verbundenen Lernphänomene zu verstehen, sondern um Fragen der Ressourcenzuweisung zu bearbeiten. Die Institution Schule macht ihre Arbeit nicht und bringt Kindern nicht das Lesen, Schreiben und Rechnen bei. Nun steht einerseits die Frage, wer die Ressourcen bereitstellen muss, um den Betroffenen zu helfen. Die Krankheitsannahme ist deshalb so durchsetzungsstark, weil die Verursacher der Probleme – also insbesondere die Institution Schule, natürlich auch Universitäten usw. – gleichzeitig den Expertenstatus innehaben. Es lässt sich sehr schön beobachten, wie sich die Beteiligten gegenseitig die Schuld zu schieben. Der Professor sagt: Die Lehrer machen´s falsch. Die Lehrer sagen: Die Uni hat´s uns nicht beigebracht und wir haben zu wenig Förderstunden. Die Schulverwaltung sagt: Wenn wir euch mehr Förderstunden geben, dann macht ihr sowieso nur das, was ihr auch im Unterricht macht und was schon dort nicht klappt uswusf. In dieser Gemengelage ist es natürlich entlastend, wenn die Medizin eine Sichtweise zur Verfügung stellt, nach der das Problem im Endeffekt dann doch im Kopf der Schülerin liegt. …..“
Masterarbeit „Leichte Sprache“
Masterarbeit „Leichte Sprache“
Julia Kuhlmann, ehemalige Mitarbeiterin beim Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung hat ihre Masterarbeit zum Thema „Ein sprachwissenschaftlicher Blick auf das Konzept der ‚leichten Sprache‘“ verfasst. Sie steht zum kostenlosen Download: Pdf-Download
Lesen und Schreiben – Bücher zum Download
DGLS – Deutsche Gesellschaft für Lesen und Schreiben, Bücher zum Download
- Legasthenie – Lese-Rechtschreibstörungen oder Lese-
Rechtschreibschwierigkeiten? Theoretische Konzepte und praktische Erfahrungen mit Förderprogrammen, hrsgg. Von Bernhard Hofmann & Ada Sasse
Sehr interessantes Buch zum Thema , hat kontroverse Diskussionen ausgelöst. Der Begriff wird kritisch gesehen. AS
Auch folgende weitere Bände können Sie bereits von unserer Netzseite herunterladen:
- Lesen lehren (dgls Beiträge 2)
hrsgg. von Ada Sasse und Renate Valtin - Checkpoint Literacy. Tagungsband 1 zum 15. Europäischen Lesekongress 2007 (dgls Beiträge 7)
hrsgg. von Bernhard Hofmann & Renate Valtin - Checkpoint Literacy. Tagungsband 2 zum 15. Europäischen Lesekongress 2007 (dgls Beiträge 8)
hrsgg. von Bernhard Hofmann & Renate Valtin - Förderdiagnostik beim Schriftspracherwerb (dgls-Beiträge 6)
hrsgg. Von Bernhard Hofmann & Renate Valtin
Forschungsergebnisse Lesen und Schreiben – Bücher zum Download
Erfreulicherweise kann man diese Bücher frei aus dem Internet herunterladen:
- DGLS Download
- Anke Grotlüschen, Wibke Riekmann (Hrsg.) Funktionaler Analphabetismus in Deutschland. Ergebnisse der ersten leo. – Level-One Studie: Münster: Waxmann
http://blogs.epb.uni-hamburg.de/leo/files/2014/01/9783830927754-openaccess.pdf
- Beatrice Rammstedt (Hrsg.). Grundlegende Kompetenzen Erwachsener im internationalen Vergleich. Ergebnisse von PIAAC 2012. Münster: Waxmann 2013
http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/36068/ssoar-2013-rammstedt-Grundlegende_Kompetenzen_Erwachsener_im_internationalen.pdf?sequence=1
- Bos, W., Wendt, H., Köller, O. & Selter, C. (Hrsg.). (2012). TIMSS 2011. Mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich. Münster: Waxmann. http://www.waxmann.com/?eID=texte&pdf=2814Volltext.pdf&typ=zusatztext.
- Bos, W., Tarelli, I., Bremerich-Vos, A. & Schwippert, K. (Hrsg.). (2012). IGLU 2011. Lesekompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich. Münster: Waxmann. http://www.waxmann.com/?eID=texte&pdf=2828Volltext.pdf&typ=zusatztext
Neue Materialien zur Erwachsenenbildung zum Thema Bildungsbenachteiligung
Über Bewältigungsformen und Kompetenzen von Menschen mit geringen Schriftsprachkompetenzen. erwachsenenbildung.at
„Bildung sei heute in einem nie da gewesenen Ausmaß die Grundvoraussetzung für soziale Integration und für die Verteilung von sozialen Chancen. Das Menschenrecht auf Bildung werde damit zur „Menschenpflicht“, so Manfred Krenn von der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt, FORBA. Er untersucht in einer kürzlich erschienenen Publikation die Entwicklung von Basisbildungsbedarf, insbesondere von geringen Schriftsprachkompetenzen (Lesen und Schreiben), und geht einen Schritt über viele andere Untersuchungen zu diesem Thema hinaus:
Er fragt, welche Strategien Betroffene zur Bewältigung geringer Schriftsprachkompetenzen entwickeln und wie sie sich dennoch in unserer „Wissensgesellschaft“ behaupten.
„Aus dem Schatten des ‚Bildungsdünkels‘. Bildungsbenachteiligung, Bewältigungsformen und Kompetenzen von Menschen mit geringen Schriftsprachkompetenzen“ von Manfred Krenn steht ab sofort als Ausgabe 1/2013 der Reihe „Materialien zur Erwachsenenbildung“, herausgegeben vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, zum Download bereit. …“
Alphabetisierung: Wege zur Verbesserung der Bildungsplanung
Studien- und Umfrageergebnisse zur Alphabetisierung stimmen nachdenklich und weisen Wege zur Verbesserung der Bildungsplanung
Pressemitteilung vom DIE
- Begrenzte Lernerfolge in Alphabetisierungskursen Befunde aus der Forschung – Konsequenzen für die Praxis , Bernhard von Rosenbladt | Rainer H. Lehmann pdf
Die Aussagen sind nicht neu, werden in der „Alphaszene“ diskutiert werden müssen. Siehe besonders S. 8
„Praktische Konsequenzen“: An den VHS fände hauptsächlich sozialpädagogische Arbeit mit geringen Lernerfolgen statt. …
„Praktische Konsequenz muss eine Diversifizierung der Modelle und Formen von Alphabetisierungsarbeit sein, wie sie in den letzten Jahren auch zunehmend vorgeschlagen und erprobt wird. Die klassischen Alphabetisierungskurse an Volkshochschulen und ähnlichen Einrichtungen werden ergänzt um Angebote, die stärker in der Arbeitswelt und/oder in der Stadtteilarbeit verankert sind. Die Verbesserung der Lese- und Schreibfähigkeiten ist oft nur ein Aspekt in einem Grundbildungsangebot, das oft an anderen Punkten ansetzt (z.B. Computerkenntnisse).
Eine Vielzahl entsprechender Projekte ist gebündelt im„Programm zur arbeitsplatzorientierten Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Alphabetisierung und Grundbildung“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. So einleuchtend diese Ansätze erscheinen, so bleibt allerdings auch hier die Frage, wie die tatsächlich erzielten Lernerfolge im Lesen und Schreiben festgestellt und bewertet werden können. “
- Angebotsstrukturen in der Alphabetisierung und Grundbildung für Erwachsene 2012, Ingrid Ambos / Heike Horn pdf
Fäuste ballen – besser lernen
Neues aus der Hirnforschung
In einer Studie hat Ruth Propper von der Universität in Montclair, USA, Folgendes festgestellt:
Das Ballen der linken Hand hilft beim Abrufen von Information – das Ballen der rechten Hand hilft beim Speichern der Information. (bei Rechtshändern)
Einfache Bewegung können die Gehirnleistung verbessern.Mit der Studie wird die These gestützt, „dass eine vordere linke Hirnregion für das Merken von Wörtern zuständig ist und eine rechte für deren Wiedergabe.
Im Gehirn kreuzen sich die Nervenstränge, so dass Bewegungen der rechten Körperhälfte in der Regel mit der linken Gehirnhälfte verbunden sind und umgekehrt.“
Der Placebo-Effekt der Irlen-Folien
Sehr interessanter Artikel zum Thema von David Gerlach auf seinem Blogg
Es gibt eben doch nicht die Methode, die das Problem löst !