Wie Schrift unsere Art zu denken ändert

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„…Denn während Sprache seit Äonen ihre evolutionären Abdrücke in unserem Denken hinterlassen hat, ist die Schrift dafür zu jung: Es gibt kein genetisch festgelegtes Lesezentrum in unserem Gehirn. ……
Die Sprache bei Lese- und Schreibkundigen hängt nicht von der Situation, sondern von Begriffen und Struktur ab“, so Morais (Psycholinguist am Brüsseler Center for Research in Cognition & Neurosciences). „Das erlaubt ein Denken, das nicht nur analytisch, sondern unabhängig ist. Es basiert eher auf Objektivität als auf Subjektivität. In anderen Worten: Wenn der Verstand lesen und schreiben lernt, erschafft er eine Distanz zu sich selbst.“ Das ist eine gewaltige kognitive Errungenschaft. …..“

siehe auch Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

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