25 Filmclips zu den Grundlagen des Schriftspracherwerbs,Filmehier
Mit kurzen humorvollen Filmen holen Kinder gezielt Lernschritte nach, die zu den Grundlagen des Schriftspracherwerbs gehören.
Eltern, Lehrkräfte und Therapeuten passen die Auswahl der Filme an den Kenntnisstand des Kindes an. Das Kind lernt dabei durch die Beobachtung einer (ungewöhnlichen) Unterrichtssituation.
Durch die emotionale Einbettung und Gestaltung der Filme werden die Lerninhalte positiv verankert.
Mit Kosten verbunden – als Lehrkraft kostenlos
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Schreibtag Nähe & Ferne siehe Kategorie Kreatives Schreiben (rechts) oder Stichwort Schreibtage
Vorstellungsrunde: Jeder sagt einen Satz mit „Heimweh“ oder „Fernweh“.
Wort- und Bildsammlung auf einem großen Blatt Papier (man kann z.B. einen Reiseort aufmalen) Die Gruppe kann sich teilen, ein Teil schreibt Wörter und Assoziationen zu „Nähe“, der andere zu „Ferne“
Wortsammlung auf einem großen Blatt Papier Wörter und Assoziationen zu „Nähe“ und zu „Ferne“
die Ferne, entfernen, fernab … Synonyme: weit, abseits, weit weg sein, eine ganze Ecke weg
Nahaufnahme, Nähe, Nahbereich … Synonyme: benachbart zu nahe treten (kommen
Tretjakows Tasche: Jede/r holt einen Gegenstand aus seiner Tasche und schreibt einen Brief an den Gegenstand: Was bedeutet der Gegenstand mir, warum habe ich ihn immer dabei?
Redewendungen: Jeder schreibt seine Gedanken zu einer Redewendung auf. Zu wem würde er das sagen?
Menschliche Nähe: Jeder zieht eine Personenkarte (PERSONA) und stellt sich vor, die Person sei mit ihm verwandt oder befreundet. Dazu erfindet jeder eine kleine Geschichte, gibt der Person einen Namen und bindet sie in die eigene Familie oder den Freundeskreis ein.
Fernweh: Jede/r zieht eine Postkarte mit einem Ort darauf und schreibt eine Urlaubsgeschichte.
Goethe: Schreiben nach Beobachtung.
Jeder sucht sich ein Fenster und schreibt auf, was er draußen sieht. Nach 10 Minuten wird die Perspektive gewechselt und jetzt schreibt er auf, wie er sich da sitzen und schreiben sieht, wie es ihm dabei geht, was er empfindet, ob ihm was einfällt. Nach weiteren 10 Minuten ist Ende.
Die Einstufung in verschiedene Niveaus ist immer erforderlich, wenn Kurse einigermaßen homogen sein sollen. Die KursleiterInnen müssen wissen, wo die Probleme liegen, um gemeinsam mit den Kursteilnehmenden die Lernziele festzulegen. Auch wenn man selbst wissen will, wo man steht, kann man einen Test machen.
siehe auch „Lernerfolg in der Alphabetisierung“ hier
Alfa- Forum 86 Sommer 2014, Was dazu gelernt? Test – Prüfung – Lernzielkontrolle, Inhalt alfa forum 86 , Drum prüfe, wer sich ewig bildet .. Kölln-Prisner_Schladebach_6
Die Meinungen der Kursteilnehmenden zum Thema Test in der ABC-Zeitung Nr 39hier und im
otu.lea. online Selbst-Test hier der Test , lka Koppel, Entwicklung einer Online-Diagnostik für die Alphabetisierung hier , Information zum Projekthier
leo.-APP: Selbsttest der eigenen Lese- und Schreibkompetenz – jetzt für Apple und Android verfügbar! hier
Weder Jim Knopf noch die Wilde 13 können richtig lesen.
Jim Knopf ist nie zur Schule gegangen und will auch später nicht lesen
lernen, da er fälschlich glaubt, man müsse als Lokomotivführer nicht
lesen können. Erst als er LiSi heiratet und Prinz wird, will er lesen
lernen. LiSi hat bereits als Baby lesen gelernt und macht sich
zeitweise über Jim Knopfs Analphabetismus lustig.
Auch die Wilde 13 kann nicht lesen (und auch nicht richtig
zählen). Jeder kennt nur einen Buchstaben und das macht
das Schreiben schwierig, wenn nicht unmöglich.
Es lohnt sich, die beiden Bände von Jim Knopf
unter diesem Gesichtspunkt noch einmal (zumindest quer) zu lesen.
Heidi und Peter auf dem Weg zur Schrift, Lesen- und Schreibenlernen
in Johanna Spyris Heidi-Romanen
Pippi Langstrumpf – Eine glückliche Analphabetin?
Kinder- und Jugendliteratur zum Thema Lesen und Schreiben von Jürgen Genuneit
gekürzter Vortrag (S.85) in DGLS Lesen ist Verstehen – Schriften auf dem Weg zu Kindern. Das Buch gibt es als Download hier
Asterix und Kleopatra“ Hieroglyphen sind zwar Bilder, aber damit kann man auch Probleme bekommen
Siehe auch Bücher von und mit Analphabeten, bzw Menschen mit Lese- und Schreibproblemen hier
In der Alphabetisierung und Grundbildung muss noch viel Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden. Durch Zeitungs-, Radio- und Fernsehbeiträge können viele Menschen vom Thema erfahren.
Hier eine Checkliste, die ich mir als kleine Hilfe für Presseinterviews erstellt habe:
Vor dem Interview:
Kernbotschaft(en) formulieren
überlegen, welche Fragen gestellt werden könnten, und was man darauf antworten möchte
Absprachen:
live oder mitgeschnitten?
wie lang?
welches Ziel hat der Interviewer? Was will er oder sie vermitteln?
Ergänzung : nach Aufwandsentschädigung fragen. Das Geld kann gespendet werden oder den Selbsthilfegruppen zugute kommen AS
Während des Interviews:
Aussagen mit Beispielen erklären
wo es passt, Zahlen / Prozentwerte / Statistiken nutzen
keine Fachwörter nutzen oder gut erklären
Kernaussagen betonen oder mehrfach formulieren
Nach dem Interview:
Absprachen zur Autorisierung der wörtlichen Zitate
nach Veröffentlichungstermin fragen
die wichtigsten Zahlen und Fakten schriftlich überreichen
„Die Modellierung und Etablierung wissenschaftlicher Begriffe bleibt nicht ohne Folgen für die gesellschaftliche Realität. Wie für viele andere ‚Benennungen‘ hat sich in jüngster Zeit auch gegenüber dem Begriff des ‚Funktionalen Analphabetismus‘ eine neue Sensibilität entwickelt. Sie ist u. a. auch auf die verstärkte Rezeption von alternativen Literalitätskonzepten aus dem englischsprachigen Raum zurückzuführen. Der vorliegende Beitrag diskutiert die Frage, inwieweit es angemessen ist, die Problematik unterschiedlicher literaler Praktiken weiterhin in Begrifflichkeiten zu fassen, die ‚(funktionale) Analphabeten‘ eben damit der Gefahr von Stigmatisierung aussetzen. Dem in der Geschichte der Erwachsenenalphabetisierung jeher zentralen Definitionsmerkmal der Teilhabe kommt dabei besondere Beachtung zu.“
Aus dem Fazit (S.133 f) „Die referierten Befunde zeigen, dass Menschen, die nicht normgerecht literalisiert sind, sehr wohl am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Sie tun dies in vielen Bereichen in einer Weise, die sich nicht wesentlich von der normgerecht Literalisierten unterscheidet. …. So wenig wie man Menschen, die sich nicht am Bundestagswahlen beteiligen gerechtfertigter Weise als ‚unpolitisch‘ bezeichnen kann, so wenig sollte man Menschen, die sich nicht an der dominierenden Form der Literalität beteiligen, als'(funktionale) Analphabeten‘ bezeichnen. Es ist also längst an der Zeit, sich im Deutschsprachigen Raum vom Begriff des ‚Funktionalen Analphabetismus“ zu verabschieden und stattdessen wie in der englischsprachigen Forschung mit dem besser geeigneten Begriff der ‚Literalität‘ beziehungsweise dem der ‚Literalitäten‘ (muliliteracies) zu arbeiten. Allein um der Vermeidung der folgenreichen Stigmatisierung willen, erscheint ein solcher Paradigmenwechsel geboten.“
siehe auch Der sogenannte funktionale Analphabetismus – eine sprachkritische Bestandsaufnahme, Sept 2012, Rosenbladt, LegaKids hier
und Lob des Analphabeten, Enzensberger hier
von Mania, Ewelina; Tröster, Monika
von Rohling, Steffi; Wolk-Pöhlmann, Dirk
Vom Bündnis über die Strategie zur nationalen Dekade – Aktivitäten zur Alphabetisierung von Hubertus, Peter
Im Gespräch mit Professor Josef Schrader vom DIE diskutiert Bundesbildungsministerin Johanna Wanka die Ergebnisse der Studie PIAAC
hier aus der DIE Pressemitteilung „Johanna Wanka zeigt sich vor allem besorgt darüber, dass 18 Prozent der Erwachsenen beim Lesen nicht über die niedrigste Kompetenzstufe hinauskommen. Die deshalb geplante „Dekade der Alphabetisierung“, die auch von den Verbänden der Weiterbildung gefordert worden war, könnte, so die Ministerin, durch eine „Agentur auf Zeit“ organisiert werden. Im Bereich der Alltagskompetenz sieht sie die Weiterbildungsträger gefordert, „um mit neuen und kreativen“ Ideen und Ansätzen die Lust auf Weiterbildung zu erhöhen“. An die Wissenschaft richtet sie den Appell, die PIAAC-Daten stärker in der Forschung zu nutzen. …“
hier das ganze Interview in der DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung
LiD Amira Kostenfreies Internetprogramm für Kinder mit Förderbedarf ganzer Artikel hier
„Das Leseförderprogramm AMIRA präsentiert unter www.amira-pisakids.de Geschichten für Erstleserinnen und Erstleser als virtuelle Büchlein in fünf Sprachen – Deutsch, Türkisch, Russisch, Italienisch und Arabisch. Zielgruppe des kostenlosen Angebotes sind Kinder mit besonderem Förderbedarf, insbesondere Kinder, die Deutsch als zweite Sprache lernen. Sie können sich die Geschichten anhören oder selbst lesen. Zu jeder Geschichte gibt es Spiele, die zum genauen Lesen motivieren sollen, z.B. das Artikelspiel, das Quiz, die Suchbilder, das Geräusche-Memo und die Bingopläne. AMIRA wurde im Rahmen des Entwicklungsprogramms für sichere und qualitätsvolle Internetseiten „Ein Netz für Kinder“ vom Staatsminister für Kultur und Medien gefördert. Elisabeth Simon-Pätzold, die Autorin von AMIRA, beschreibt im folgenden Beitrag, Aufbau und Nutzungsmöglichkeiten des Programms. …. „
„Die Basisbildung setzt Selfies ein, um das Vertrauen in die eigene Lernfähigkeit zu erhöhen.Selfies sind Schnappschüsse von sich selbst, die mit Smartphone oder Tablet gemacht und in soziale Netzwerke hochgeladen werden können. Die Basisbildung nützt die Medienberichte rund um Selfies, um das Interesse von Teilnehmenden zu gewinnen, die sich schwer zum Lernen motivieren können. Ziel ist es, den Selbstwert zu erhöhen, Vertrauen in die eigene Lernfähigkeit zu gewinnen und niederschwellige Lese- und Schreibanlässe zu entwickeln. …“ hier der vollständige Artikel erwachsenenbildung.at
Tagungsdokumentation zur Regionalkonferenz „Europäische Impulse und regionale Praxis – Alphabetisierung und Grundbildung in Niedersachsen“ (27. März 2014) veröffentlicht. hier
Gericht verbietet Legasthenie-Vermerk im Abi-Zeugnis. Das bayrische Kultusministerium prüft derzeit eine Revision gegen das Verbot von Bemerkungen zu Legasthenie in Abi-Zeugnissen.
An Legastheniker werden geringere Leistungsanforderungen als an die übrigen Schüler gestellt. . Es wird Nachteilsausgleich gewährt, d.h. längere Zeit bei Prüfungen und Rechtschreibfehler fließen nicht in die Bewertung ein.
Realschullehrer-Verband Bayern „Zeugnisse dürfen nicht ihre Aussagekraft verlieren“,Verbandschef Huber kritisiert Urteil zu Legasthenie-Vermerken in Abiturzeugnissen hier mehr bei bildungsklick
Hier bei Legal Tribune online „Ein Hinweis auf den sogenannten Notenschutz gehört nicht ins Abiturzeugnis. Das entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH), wie am Montag bekannt wurde (Urt. v. 28.05.2014, Az. 7 B 14.22, 7 B 14.23).“
Im Deutschlandfunk lief am 18.06.2014 ein Beitrag zum Thema Analphabetismus und den entsprechenden Studiengang an der PH Weingarten.
Zu Wort kommt auch Cordula Löffler, die das Problem der mangelhaften Finanzausstattung und der unattraktativen Arbeitsbedingungen anspricht.
Unsere Nachbarn in Österreich sind hier offenbar schon einen großen Schritt weiter:
„Das garantierte Recht für Erwachsene, Lesen und Schreiben gebührenfrei zu lernen, hat in Österreich zu einer hohen Nachfrage nach entsprechend ausgebildeten Pädagogen geführt. Deshalb kommt etwa die Hälfte der Teilnehmer am Alphabetisierungs-Studiengang der PH Weingarten aus Österreich.“
In einem Kurzfilm präsentieren sechs Mitglieder der ABC-Selbsthilfegruppe Oldenburg ein Manifest von Lernenden aus Lese- und Schreibkursen in Europa. hier
Hamburger Basiswortschatz 785 Wörter , als Download beim Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg, auch der Basiswortschatz Häufigkeitswörter als Wortkartenhier
..“Die Schulbehörde hat deshalb gemeinsam mit Lehrkräften einen Basiswortschatz mit 785 Wörtern bzw. Wörtergruppen erarbeitet, den Hamburgs Schülerinnen und Schüler am Ende der vierten Klasse sicher beherrschen sollen. Der Basiswortschatz wird im kommenden Schuljahr an Hamburgs Schulen eingeführt und ab dem Schuljahr 2015/16 verbindlich. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Rechtschreibung sind jährliche Rechtschreibtests, eine Handreichung für Lehrkräfte mit inhaltlichen und methodischen Erläuterungen für guten Rechtschreibunterricht sowie entsprechende Fortbildungen. Mit der Handreichung werden wir auch klarstellen, dass richtiges Schreiben in der Schule von Anfang an geübt werden muss. Methoden, nach denen die Kinder monatelang oder gar jahrelang nicht auf richtige Rechtschreibung achten müssen, sind in Hamburg nicht zulässig.“ …“ … Der Hamburger Basiswortschatz ähnelt sehr der bayrischen Grundwortschatzliste, unterscheidet sich aber in wenigen Punkten:
Neu aufgenommen wurden für Hamburg und Norddeutschland regionaltypische Bezeichnungen wie zum Beispiel „Düne“, „Ebbe“, „Flut“, „Hafen“, „Heide“, „Moor“, Mühle“, „Möwe“, „Schiff“, “Segel / segeln“ und „Sonnabend“. Nicht übernommen wurden eher für Bayern landschaftstypische Wörter wie „Hecke“, „Fichte“, „Tanne“ oder nicht mehr bzw. selten gebräuchliche Wörter wie „Diskette“ bzw. „Fröhlichkeit“…….
Der Hamburger Basiswortschatz enthält rund 100 Wörter mehr als die bayrische Grundwortschatzliste, darunter schreibwichtige und für Kinder bedeutsame Wörter wie z. B. „Fahrrad“ oder „Fußball“, Begriffe aus der Märchenwelt wie „König / Königin“, „Burg“, “Held / Heldin“, „Schloss“, aber auch Begriffe aus der Alltagswelt wie „Fußgänger“, „Butter“ „Heft“, „Nachmittag“, „langsam“ oder „täglich“…..“
Hamburg steht an 14. Stelle mit der Rechtschreibleistung im Ländervergleich.
Hinweise und Beispiele für den Rechtschreibunterricht an Hamburger SchulenDie Stadt Hamburg hat in einer Broschüre umfangreiche Informationen zum Rechtschreibunterricht in Hamburger Schulen herausgegeben. Darin finden Sie auch Aufgabenbeispiele zur Überprüfung der Rechtschreibkompetenz. Sie können die pdf-Datei hier herunterladen