Themenheft “Literalität, Schriftkultur, Analphabetismus”

Die aktuelle Ausgabe 2011 (2) der Online Zeitschrift  bildungsforschung  mit dem Themenschwerpunkt

Literalität, Schriftkultur, Analphabetismus  hier

Editorial zum Schwerpunktthema „Literalität, Schriftkultur, Analphabetismus“
Anke Grotlüschen, Diana Zimper
Computerbasierte Förderdiagnostik: Usability-Anforderungen von Interfaces für funktionale Analphabet/inn/en
Ilka Koppel
Alphabetisierungskurse in Sachsen. Das Auffinden pluraler und vielgestaltiger Angebotsstrukturen
Sabine Schmidt-Lauff, Anne Sanders
Zur Akzeptanz von Diagnostik in Alphabetisierungskursen – aus der Perspektive von Kursleitenden und Teilnehmenden
Barbara Nienkemper, Franziska Bonna
Sozialprofile jugendlicher funktionaler Analphabet/inn/en. Ergebnisse des HABIL-Projektes
Igor Osipov, Stephan Drucks, Ullrich Bauer

Marion Döbert: Lesen- und Schreibenlernen in fünf Stunden!

Vortrag von Marion Döbert im Rahmen der Fachtagung des LV der VHS von NRW (27.02.2010) in Düsseldorf. Lesen- und Schreibenlernen in fünf Stunden! Die Bedeutung von Zeit in Alphabetisierung und Grundbildung  …

Warum müssen Erwachsene drei, vier oder fünf Jahre in Alphabetisierungskursen bleiben? Geht das nicht schneller?
Dies ist eine Frage, die häufig gestellt wird, von VHS-Leitern, Arbeitsagenturen, Politikern…
Grundsätzlich ginge es schneller, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen:  …  mehr auf reticon

Das Tarotspiel der Tagungspilger

Etwas zum Schmunzeln : Auch in der Alpha-Szene , bei Fortbildungen und Tagungen finden sich die dargestellten „Typen“  wieder. Vielleicht gibt es ja noch Erweiterungen.  Bei langweiligen Diskussionen kann man ja mal eine Liste machen: wer ist der Narr, wer ist die Hohepriesterin.    hier           AS

Vernetzte Forschung zu Lese-, Rechtschreib- und Rechenstörungen im Bereich Schule

Leider keine Koordinierung mit der Erwachsenenbildung… AS

Symposium des BMBF-Forschungsschwerpunkts „Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten“ führt internationale und nationale Experten zusammen …
Der Schwerpunkt fördert seit 2010 empirische Forschungsvorhaben in folgenden Bereichen:
– Erforschung von Ursachen schulischer Entwicklungsstörungen mit dem Ziel eines Transfers in die diagnostische Praxis und der Förderung Betroffener. Neben neuropsychologischen Tests kommen auch neurophysiologische Methoden wie EEG zum Einsatz
– Empirische Validierung vorhandener Methoden der Diagnostik sowie Erforschung und Entwicklung ursachenbezogener Diagnosemöglichkeiten
– Erforschung, Entwicklung und Evaluation ursachenbezogener und evidenzbasierter Fördermaßnahmen, die mit methodisch kontrolliertem Versuchsdesign überprüft werden
– Wissenschaftliche Analyse und Entwicklung von Interventionsstudien zur Implementierung und Realisierung entsprechender Fördermaßnahmen in Bildungsinstitutionen
– Forschungsvorhaben zur empirischen Überprüfung weiterer Auffälligkeiten, beispielsweise in den Bereichen Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeit, Emotion oder Motivation
– Empirische Überprüfung von Lernmethoden und Untersuchungen zur Auswirkung von Unterrichtsmethoden auf die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Lernstörungen
Das Koordinationsteam von DIPF und Klinikum der Universität München unterstützt die weitreichende Vernetzung der Projekte untereinander und mit internationalen Expertinnen und Experten….

Duden Institut für Lerntherapie zum Thema Analphabetismus

Dresden
„Seit Ende Februar dieses Jahres kommen nicht mehr nur vorwiegend Kinder und Jugendliche zu uns in das Dresdner Duden Institut für Lerntherapie: Im Rahmen des Projekts „Alphabetisierung funktionaler Analphabeten“ fördern wir erwachsene Betroffene. Mithilfe eines einjährigen Alphabetisierungskurses helfen wir Ihnen dabei, die Kulturtechniken des Lesens und Schreibens zu erwerben….“

Hinweise auf Alpha-Forum, leo Studie und web links

aus dem  Duden Lerntherapie  Newsletter 3 / 11

AAA: Kleine Geschichte des wichtigsten Buchstaben

Lehrer online

Das A ist in unserem Alltag präsenter als alle anderen Buchstaben. Es entscheidet als „Triple A“ über das Schicksal von ganzen Volkswirtschaften, wie zuletzt der USA. Beim Kühlschrank- oder Waschmaschinenkauf gibt es uns die Energieeffizienz an, und unsere Eier waren schon immer Güteklasse A. ….

Literacy Week Bielefeld

04.08.2011   Es gibt Veranstaltungen, für die machen wir gerne Werbung: Unter dem Motto „Für ein Recht auf Lesen und Schreiben! 30 Jahre Alphabetisierung an der VHS Bielefeld“ findet dort vom 12. bis 17. September 2011 die Literacy Week Bielefeld statt.  Programm auf  reticon

Der Kampf gegen Analphabetismus auf Briefmarken und Plakaten

Pressemit130711neu

27. Juli bis 22. Oktober

Eine Ausstellung von Jürgen Genuneit und dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V

Zur Ausstellung findet am Dienstag, den 13. September, um 19.30 Uhr ein Vortrag von Annerose und Jürgen Genuneit und eine Einführung von Gerald Schöber, Vorstandsmitglied im Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V., zum Thema „ Alphabetisierungsarbeit in Deutschland“ statt.

Am Mittwoch, den 28. September, um 20:00 Uhr referiert Professorin Dr. Iris Füssenich für Eltern, Lehrer/-innen und Erzieher/-innen über das Thema „Mein Kind lernt schreiben und lesen“.

Für beide Veranstaltungen ist der Eintritt frei

Ausstellungsort: Stadtbibliothek Reutlingen
Spendhausstraße 2, 7276 4 Reutlingen

Di – Fr 10 – 19 Uhr, Sa 10 – 13 Uhr

Leseförderung in vielen EU-Ländern nicht ausreichend

Bildungsklick

12.07.2011

(red/pm) In Europa können 20 Prozent der 15-Jährigen und viele Erwachsene nicht richtig lesen. Eine jetzt von der Europäischen Kommission veröffentlichte Studie zeigt auf, was 31 europäische Länder (die EU-Mitgliedstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei) unternehmen, um die Lesekompetenz zu verbessern, und wo noch Nachholbedarf besteht

Bewusste Rechtschreibfehler in der Werbung

„Duden : Mannheim, 21.06.2011Bildungsklick

„Ich reserviehrs.de“ (1) heißt es heute auf Werbeplakaten oder „Volksbank. Mit V wie Flügel.“ (2) und als „Natürlich Vrisch“ beschreibt die Brauerei Veltins V+ ihr Produkt (3). Immer häufiger tauchen solche bewusst eingesetzten Rechtschreibfehler in der Werbung auf. Ihr Einfluss auf unsere Sprache ist dabei nicht zu unterschätzen. …         Die Metaplasmus-Methode soll vor allem provozieren und unsere Aufmerksamkeit erregen. Die Fehler bewirken nämlich, dass uns Sätze und Slogans auffallen, weil wir die Unstimmigkeiten blitzschnell erfassen. Der Erfolg besteht darin, dass die Botschaft zumindest unser Bewusstsein erreicht oder wir uns im besten Fall sogar den Produkt- oder Markennamen besser einprägen……“

Der Duden findet das natürlich problematisch. Andererseits wäre es doch schön, wenn Fehler damit „normaler“ werden und nicht gleich mit Dummheit assoziiert werden – oder ?

Siehe auch die  Fehler in der „Felergalleri“  oben und bei YouTube  hier. Lachen darf  man ja  mal, auch  wenn das Wort Deppengallerie  wieder darauf hinweist, für wen man gehalten wird, wenn man Rechtschreibfehler macht.    AS

www.fehlerleser.de

Rechtschreibfehler google Bilder  hier

Sparen bei der Bildung ist teuer

Studie des WZB im Auftrag der Bertelsmann Stiftung  mehr bei idw

„Zu viele Jugendliche bleiben ohne Ausbildung – Die Folgekosten für die öffentlichen Haushalte liegen bei 1,5 Milliarden Euro pro Altersjahrgang  ….

Die Studie zeigt, dass für jeden jungen Menschen ohne Ausbildungsabschluss heute rund 22.000 Euro investiert werden könnten, ohne dass bei den öffentlichen Haushalten künftig zusätzliche Kosten entstehen würden. Zwischen den Bundesländern gibt es dabei je nach Zusammensetzung und Anteil der Jugendlichen ohne Ausbildungsabschluss Unterschiede: Die Folgekosten pro Kopf liegen zwischen 17.000 Euro in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern und 23.000 Euro in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.“

Impulse für den Deutschunterricht

Eigentlich nichts Neues für AlphabetisierungspädagogInnen!  Winterfest und AlphaVZ lassen grüßen.

„Deutschunterricht mit Facebook
Plädoyer für eine Neuorientierung der Deutschdidaktik
24.03.2011 – (red/idw) Literarisches Lernen – das Lernen von, in und mit Literatur – ist im Gegensatz zur Lesekompetenz noch nicht umfassend erforscht. Ihre aktuellen Forschungsprojekte und -ergebnisse dazu stellen Nachwuchswissenschaftler jetzt in einem Sammelband vor, der auf einer Tagung an der Ruhr-Universität im Jahr 2010 basiert. Die jungen Forscher plädieren für eine Neuorientierung der Deutschdidaktik, die sämtliche Lebensbereiche der Schülerinnen und Schüler einbezieht und insbesondere die Möglichkeiten neuer Medien wie Computerspiele, Soziale Netzwerke und Wikipedia nutzt.“   Bildungsklick