Von der Förderschule an die Universität

„Hakan Eren gehörte von 2008 bis 2010 dem dritten Jugendrat an ……“Das war für mich ein sehr emotionales Projekt“, erinnert sich der heute 27-Jährige, der den Aufstieg vom einstigen Förderschüler mit Legasthenie zum heute anerkannten Studenten der Freien Kunst in Düsseldorf geschafft hat. „Ich wollte damals vor allem Jugendliche aus Haupt- oder Förderschulen stärken und ihnen eine Hilfe bieten, um sich besser auf Bewerbungen vorzubereiten.“ Den Weg, den er dafür wählte, war die Kunst, die ihn auch heute noch begleitet…“ www.rp-online.de

„Ich dachte, ich sei die einzige“

Ludwigshafen.Wenn Sirikit Schorer über ihre Vergangenheit spricht, dann klingt das so, als gehe es gerade um das Wetter draußen. Unbeschwert, ruhig, irgendwie normal eben. Dass sie aber überhaupt von damals redet, ist alles andere als selbstverständlich. Vielmehr ist es Ausdruck einer Verwandlung, die die 56-jährige Frau in den vergangenen Jahren durchgemacht hat. Von gesteigertem Selbstwertgefühl und mehr Selbstvertrauen. Ja, von einem ganz neuen Lebensgefühl. Sirikit Schorer ist Analphabetin. Oder besser: war es.  … Mannheimer Morgen

Die SALuMa war die erste Selbsthilfegruppe für Analphabeten in Deutschland. Offiziell Gegründet wurde sie 2003. Im September 2014 erfolgte die Vereinsgründung SALuMa e.V. Die Gruppe unterstützt Analphabeten bei Problemen in Beruf und Alltag, vermittelt Kurse und organisiert Aktionen in der Öffentlichkeit. Kontakt: Telefon: 0157/31 46 25 21, E-Mail: saluma.ev@web.de

NDR : Was tun gegen funktionalen Analphabetismus?

NDR Info – 29.04.2017 10:50 Uhr Autor/in: Remus, Daniela Wie kann das Ziel, dass jeder lesen und schreiben kann, in der Gesellschaft verankert werden? Diese Frage stellte eine Hörerin NDR Info bei „Wünsch dir deinen NDR“.

Die Redakteurin hat Teilnehmende des Alpha-Teams Hamburg befragt, leider kam nur einer im Beitrag zu Wort. Es hätte aber erwähnt werden können, dass Axel das Lesen und Schreiben an der VHS-Hamburg so gut gelernt hat , dass er vor kurzem den Hauptschulabschluss nachgeholt hat. AS

Selbsthilfegruppen stärken

Im April trafen sich die Selbsthilfegruppe Wortblind  au Lüneburg und die ABC-Selbsthilfegruppe Oldenburg        hier mehr abc-Projekt

Diskutierte Fragen:
Wie können mehr Betroffene erreicht werden?
Welche Schulungen sind sinnvoll?
Wie ist die Selbstorganisation als Gruppe zu bewerkstelligen?

Gemeinsame Ziele:
•   Betroffene zur Teilnahme an Lese- und Schreibkursen zu ermutigen
•   die Öffentlichkeit für das Thema Alphabetisierung und Grundbildung zu sensibilisieren
•   sich mit anderen Selbsthilfegruppen zum Thema Lese- und Schreibschwäche zu vernetzen
und Erfahrungen auszutauschen.

 

 

… ich war nicht mehr der Dumme

Martin Sell ist funktionaler Analphabet. Lange Zeit hatte er versucht, seinen Makel zu verbergen. Mittlerweile geht er ganz offen mit seinem Handicap um. Wir sprachen mit dem 41-Jährigen. …
13. Was raten Sie Analphabeten, die ihr Leben ändern wollen?
Offen und direkt zu sein. Das muss man lernen. Die Scham ist aber bei vielen zu ausgeprägt. Man muss sich überwinden.   Interview in wr „westfälische Rundschau“

noch ein Artikel aus NRW – Bloß nicht auffallen: So meistern Analphabeten ihren Alltag  wr

Olympiasieger Hambüchen kämpft gegen Analphabetismus

Er ist neuer Botschafter einer Kampagne der hessischen Landesregierung, mit der Menschen, die nicht lesen und schreiben können, zur Teilnahme an Alphabetisierungskursen bewegt werden sollen.
„Wer nicht lesen oder schreiben kann, muss sich dafür nicht schämen, sondern soll mutig die Chance ergreifen, dies zu erlernen“, sagte Hambüchen. Als Vertreter des Sports, in dem die Schriftsprache in der Regel keine große Rolle spielt, fühle er sich besonders berufen, dafür zu werben. …… Mit Geduld und viel Training habe er dann aber doch noch die Goldmedaille gewonnen. Auch als Erwachsener lesen und schreiben zu lernen, erfordere Mut, hartes Training und viel Disziplin. Dafür wolle er sich einsetzen.   hessenschau

Broschüre „Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in Hessen“   einsehbar unter: Pressemitteilung und Broschüre

Weitere Infos aus Hessen –  Presseberichte mehr lesen

Die Wuppertaler Mutmacher 2017

Vom Scheitern und Lesen – Der Wuppertaler Martin Sell war Analphabet und wollte nicht mehr leben. Mit den Buchstaben kehrt die Freude zurück. www.wuppertaler-rundschau.de
„Ich möchte einfach so lesen und schreiben können wie alle anderen die das in der Schule damals gelernt haben. Weil es das Leben leichter macht und man muss sich nicht immer so dumme Sachen anhören warum man das nicht kann.“

TV-Tipp: „Die Lüge meines Lebens“

Das ZDF zeigt am 5.12., 05.12.2016, 23:55 Uhr eine Wiederholung vom 29. November 2016 um 22.15 Uhr eine Dokumentation über funktionale Analphabeten. Der Beitrag ist im Rahmen der Dokumentationssendung „37 Grad“ entstanden und ab 29. November auch hier abrufbar.

Buchtipp: „Leon Reed“

Das Kinderbuch „Leon Reed – Zack ins Abenteuer“, Ein besonderes Kinderbuch, auch für „Buchstabenmuffel“ von Sabine Kruber ist nicht nur eine Abenteuergeschichte für Kinder ab neun Jahren. Es setzt sich auch auf spannende und unterhaltsame  Art mit den Themen Lesen und Schreiben auseinander.  Rezension bei alphaPROF

weitere Buchtipps hier

Buchtipp: Der Falschschreiber

In diesem Buch erfahren Sie von den Schwierigkeiten und Nöten einer vom Illettrismus geprägten Kindheit, Schulzeit und Jugend, aber auch von den damit verbundenen Träumen und Sehnsüchten. Die Erzählung in der Ich-Form macht die Zusammenhänge und die Komplexität des Phänomens deutlich und zeigt klar auf, wo der Betroffene in unserer Gesellschaft an Grenzen stösst und wie er schliesslich erfolgreich seine Lese-und Schreibschwäche bekämpft.

Kilian Fuhrer ist heute Inhaber einer Schlosserei. Der ehemalige Illettrist führt einen KMU Betrieb und bildet Lehrlinge aus.  Am 26. Oktober 2011 hat die Rundschau (SRF) Kilian Fuhrer porträtiert und auch auf sein Buch hingewiesen.

Schweiz: Stiftung für Alphabetisierung und Grundbildung Schweiz

Ich war verunsichert, nicht blöd.

Karin Moering lebte über Jahrzehnte als sogenannte funktionale Analphabetin. Dann brachte sie sich das Lesen und Schreiben selbst bei – bis hin zum eigenen Buch. Im Interview gewährt sie Einblicke in das Leben als Legastheniker und ihren bemerkenswerten Lebensweg.   Interview mit Karin , Rezension im   Blog Tulpentopf

Titel: Im Labyrinth der Buchstaben: Ein Leben mit Legasthenie
Autorin: Karin „Kati“ Moering, Verlag: underDog Verlag

Neues von alphaPROF und LegaKids

Lurs-Akademie: Erklärung hier und Minispiel 14 „Loga und das Dings“ hier
In der deutschen Sprache gibt es die sogenannte „Auslautverhärtung“. Das bedeutet, dass wir am Ende eines Wortes einen harten Laut sprechen, auch wenn dort ein Buchstabe für einen weichen Laut geschrieben steht.

alphaPROF: Anmeldung zum Webinar „Nachteilsausgleich und Notenschutz“